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Full text: Monatszeitschrift I (1898 / Heft 1)

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soll einmal, als er eine grosse Leinwand, auf der eine Attake preussischer 
Kürassiere zu sehen war, sah, gesagt haben: „Stattliche Leute das, 
können auch tüchtig reiten, jeder für sich. Aber für so eine Attake würde 
ich mich bedanken. Das ist ja das reinste Tirailleur-Gefecht." jeder 
Knopf, jede Schnalle, jede Borte sass am rechten Fleck und doch war's 
kein Bild, das soldatischen Begriffen entsprach. Das betrifft aber nicht 
bloss die Richtigkeit des „Taktisches-W, es betrifft auch gar oft die 
Einzel-Erscheinung. Der eigentliche Soldat ist eine andere Erschei- 
 
Auf den alten Wällen von Chester 
nung als das erste beste Modell, dem man eine Uniform anzieht. 
Myrbachs Soldaten sind Soldaten, weil er selbst einer war und im 
fortwährenden Verkehr die tausend kleinen Züge, die charakteristi- 
schen Bewegungen zu beobachten Gelegenheit hatte, die dem Unein- 
geweihten einfach entgehen. Seine Arbeiten sind durchzogen von jenem 
Hauche echt soldatischen Geistes, ohne den man einmal keine 
typischen Erscheinungen solcher Art schafft. Detaille und de Neuville 
haben selbst unter'den Fahnen gestanden und Pulver gerochen, 
deshalb athrnen ihre Bilder etwas von der Wirklichkeit. Genau 
S0 ist es bei Myrbach. Seine Soldatenfiguren haben etwas Über-
	        
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