MAK

Volltext: Monatszeitschrift I (1898 / Heft 3)

Hans Thomafs Frau und Tochter 
Kaum weniger spät fand Hans Thoma allgemeineres Bekannt- 
werden und tieferes Mitfühlen seiner hohen Kunst. Und doch ist er 
einer der Berufensten, ich glaube sogar, der Berufenste auf dem Wege 
zur Nationalisirung der modernen künstlerischen Bewegung. Kaum 
eines Anderen Kunst lehrt so sehr wie die seine, national schaffen, 
sie zeigt das Wie, nicht das Was. Er soll nicht im letzteren nach- 
geahmt werden, sondern im ersteren. Die geniale Naivetät und Selbst- 
versunkenheit dieses Künstlers liess ihn, unbekümmert um allen 
Meinungs- und Koterienstreit, aus sich, aus seiner urgermanischen 
Gebirgswaldnatur heraus schaffen, und dieses Schaffen ist ein selten 
vielseitiges, alles umfassendes und direct kosmisch zu bezeichnendes. 
Und heute, da er geliebt und geehrt von Vielen ist, schafft er 
ruhig, sicher und in sich gefestigt weiter in seinem stillen epheuüber- 
zogenen Häuschen in Frankfurt a. M., ein ehrwürdiger Weisskopf 
w.
	        

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