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Volltext: Monatszeitschrift I (1898 / Heft 4 und 5)

Webereien" und betrat 
damit dauernd das 
Gebiet der praktisch 
angewandten Kunst. 
Abends besuchte er 
den Actsaal. Dass die 
Arbeiten japanischer 
Künstler, die damals 
auf ihren Wert hin er- 
kannt zu werden be- 
gannen, geradezu fas- 
cinirend auf ihn wirk- 
ten, ist kein Wunder, 
sah er doch darin 
den deutlichsten Aus- 
druck decorativer In- 
terpretirung der Natur. 
In den Beginn der 
achtziger Jahre fallen 
seine ersten grösse- Engwufffüp m, B... 
ren Arbeiten illustra- 
tiver Art. Eines der ersten Bilder dieser Art dürften die „Contes 
de toutes les couleurs" (Le petit Nab), Librairie Baschet, sein, 
deren Inhalt die Schilderung einer phantastischen Märchenwelt, 
ihrer Zauber und Wunder behandelt. Daneben entstanden Tapeten- 
Entwürfe, in denen sich eine der herrschenden Geschmacksrichtung 
durchaus entgegengesetzte Tendenz aussprach, ebenso entwarf 
Grasset Möbel für seinen Freund Gillot, dessen Thätigkeit als Photo- 
Chemiker für unseren Künstler dadurch eine ausserordentliche Bedeu- 
tung erlangte, als er in Gemeinschaft mit diesem das umfangreichste 
Werk unter dem Vielen, was er geschaffen, unternahm, die schon 
öfters citirten „Quatre f ils Aymon", eine Heldengeschichte aus der Zeit 
Karls des Grossen, in der Mord und Todtschlag, Krieg, Raub, Hinrich- 
tungen und Ähnliches den Hauptbestandtheil des Ganzen ausmachen. 
Was Grasset hier als Künstler geleistet, grenzt ans Unglaubliche. 
Abgesehen von der reichen Erfindungsgabe für f igürliche Scenen, 
die ihm dabei zu Gebote stand, äussert sich sein Wissen und Können 
" Bekanntlich beginnt der Musterzeichner in Frankreich damit, dass er sich mit dem rein 
Handwerklichen, mit der Herstellung der Werkzeichnungen beschäftigt und so genau rnit den 
Anforderungen der Technik bekannt wird. Das künstlerische Entwerfen kommt zuletzt. Erst müssen 
alle Vorstufen der Praxis überwunden werden, der einzige Weg, um zu brauchbaren Resultaten zu 
kommen. 

	        

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