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Volltext: Monatszeitschrift I (1898 / Heft 7)

die Frage, welchen Nutzen die 
Beschäftigung mit dieser Kunst 
für unsere eigenen Bestrebun- 
gen zu bieten vermag, Ant- 
wort ertheilen zu können. 
Die hier abgebildetenl-Iolz- 
schnitte lassen sich in drei 
Gruppen theilen. Die drei ersten 
Stücke gehören der Zeit der 
Primitiven an, die sich von 
etwa 1675 bis 1765 erstreckte 
und die allmähliche Entwick- 
lung des I-Iolzschnitts von dem 
Schwarzdruck bis zu dem voll- 
kommen durchgebildeten Bunt- 
druck darstellt. Sind auch alle 
diese drei Blätter nahezu um 
die gleiche Zeit entstanden, 
nämlich gegen die vierziger 
Jahre des XVIII. Jahrhunderts, 
also bereits gegen das Ende 
der gedachten Periode, so ver- 
treten sie nicht nur verschie- 
dene Herstellungsweisen (den 
Schwarzdruck, den mit der 
Hand colorirten Druck und 
den Zweifarbendruek), sondern 
führen uns auch Meister vor, 
die ganz verschiedenen Gene- . . ..  
rationen angehören. Die fünf Kiyömasu, Counisane und Priester 
folgenden Blätter sind etwa 
dreissigJahre später entstanden, um die siebzigerJahre des XVIILJahr- 
hunderts, also zu einer Zeit, da der Buntdruck bereits voll entwickelt 
war; das letzte endlich vertritt im Gegensatz zu dem strengen zeich- 
nerischen Stil den freien malerischen, der namentlich in der späteren 
Zeit neben jenem zurFacsimilewiedergabe flüchtiger Skizzen verwendet 
wurde. Unvertreten ist hier somit wie die derbe Anfangszeit, deren 
I-Iauptmeister Moronobu war, so die Zeit der höchsten Blüte, die in 
die Jahrzehnte um 1800 fallt und namentlich mit den Namen Kiyönagas, 
Utamaros und I-Iökusais verknüpft ist. Von dem XIX. Jahrhundert ist 
im übrigen abgesehen worden, da es in der Hauptsache nur nach der 
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