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Volltext: Monatszeitschrift I (1898 / Heft 8)

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Detail einer Moccheelampe, XIV. jahrhundert. Collection Captain W. J. Myers, London (T, der 
Originalgrösse) 
Treue in der Wiedergabe der Gegenstände mit feiner künstlerischer 
Nachempfindung, sie sind wahr bis ins kleinste Detail, dabei weich 
und geschmeidig im Ton und von schöner Gesammthaltung. Die 
Publication bietet auch mehr als eine schöne Auswahl der besten und 
charakteristischen arabischen Gläser zum Nutzen unserer Samm- 
lungen und der Kunstindustrie, denn mit ihrem reichlich illustrirten 
Texte bildet sie eine vollständige Monographie der orientalischen 
emaillirten Gläser, der prächtigsten Blüte der Glasproduction der 
mohammedanischen Welt, voll hohen eigenartigen Reizes. Die grosse 
Kunst ihrer decorativen Ausstattung, ihre feinen Farbenharmonien, 
ihre Seltenheit und die Schwierigkeit ihres Erwerbens haben sie auch 
zu höchst begehrenswerten Objecten des europäischen Kunstmarktes 
gemacht. Die statistische Tabelle zählt etwa x 50 bekannte Moschee- 
lampen, Schüsseln, Becher, Flaschen, Kübel und Krüge auf, von denen 
ein Drittel farbig oder schwarz in dem „Glaswerke" reproducirt wurde. 
Bisher wurde noch nie eine solche Anzahl orientalischer Gläser unter 
einem studirt, und da G. Schmoranz sorgsam ihre Datirung notirte, 
eine neue, ich glaube die erste, chemische Analyse (von Prof. 
Dr. F. Linke) bringt, neue historische Notizen mit wissenschaftlicher 
Beihilfe des Prof. Max von Berchem liefert, kommt er zu ganz neuen, 
kaum anfechtbaren Schlüssen. 
Das älteste datirbare Glas, ein Fläschchen im Besitze des Haky 
Bey, stammt aus dem Jahre 1217, doch zeigt seine künstlerisch tech- 
nische Beschaffenheit, so einfach und wenig entwickelt sie auch ist,
	        

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