MAK

Volltext: Monatszeitschrift I (1898 / Heft 9)

 
Inxärieur aus dem Schlosse Issogne 
der Tapisserie wurden die gewirkten und gestickten Teppiche auf- 
bewahrt, mit denen man bei festlichen Gelegenheiten die Wände der 
Säle ausschmückte, die Garderobe bot Raum für Gewänder und für 
Möbel etc., die man nicht anderweitig unterzubringen wusste oder für 
besondere Festlichkeiten aufhob. 
In den beiden Stockwerken vertheilen sich dann die den ver- 
schiedensten Zwecken dienenden Räume, die Schlafzimmer, die 
Wohnräume, die Waffenkammer, die Gesindestube und die Küche 
etc. etc. Was dies Schloss auszeichnet, ist die gute Erhaltung seiner 
Holzverkleidungen und Fresken, die ihr Besitzer, Herr Vittorio Avondo, 
in Sachverständiger Weise restaurirt und vor weiterem Verderben 
nach Möglichkeit zu schützen versucht hat. Ein Beispiel von der 
vorzüglichen Erhaltung dieser Räume im alten Zustande bietet die 
„sala de giustizia", deren Wände mit reichgeschnitzten gothischen 
Wandbänken verkleidet sind. Die darüber liegende freie Wand ist mit 
Fresken verziert, die abwechselnd Landschaften und gothische Teppich- 
muster darstellen. Diese letzteren imitiren hier die in unseren kälteren 
Ländern damals üblichen und nothwendigen Wandbehänge in 
Weberei und Zeugdruck. Über einer mächtigen cheminee thront das
	        

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