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Volltext: Monatszeitschrift I (1898 / Heft 11 und 12)

 
und eigenartigem Stuc- 
co geziert, waren in 
Elisabethinischen Ge- 
bäuden ganz am Platze. 
In demjahrhundert hin- 
gegen, dessen Möbel 
wir nunmehr bespre- 
chen, sind diese 
zweckmässiger leich- 
ter, beweglicher und 
bequemer, und haben 
einen eigenartigen Reiz. 
Viele Jahre hindurch ist 
an abseits gelegenen 
Orten die alte Mode ge- 
blieben und es ist da- 
durch schwierig mit 
Sicherheit das Alter von 
Stühlen und anderen 
Möbeln zu bestimmen. 
Die grossen Uhrkasten (gewöhnlich grand father's clocks genannt) 
tragen meist den Namen und Wohnort des Uhrmachers, es 
kann daher die Zeit, der sie angehören, leicht bestimmt werden. 
Andere Möbelstücke sind selten mit Namen gezeichnet und gar 
keine oder nur sehr wenige Erzeuger haben ihre Werke datirt. 
Gelegentlich der Ausstellung 1896 hat man festgestellt, dass Stücke 
aus ungefähr derselben Zeit im Charakter sehr verschieden sind, 
es sei denn, dass sie in derselben Stadt, oder zum mindesten in 
zwei angrenzenden Grafschaften, etwa Yorkshire und Derbyshire, 
erzeugt wurden. Die alten Tische von Wiltshire zeichnen sich in 
ähnlicher Art aus. Diese Gegenstände und viele andere wurden für 
Landhäuser mit bescheidenen Ansprüchen aus Eichenholz gemacht, 
noch zu einer Zeit, in der alles ähnliche aus der Mode der Grossstadt 
verschwunden war. 
Der bekannteste Fabrikant der Zeit, oder besser gesagt der 
berühmteste - denn ausser seinen Werken ist uns nicht viel über 
ihn bekannt - ist Thomas Chippendale, wahrscheinlich zwischen 
1710 und 1720 geboren. Er publicirte 1752 sein Werk „The Cabinet 
makers directory". Mit den Traditionen von Jones und Wren fing er 
an, und Zeichnungen und Risse aus iener Schule müssen es gewesen 
sein, die ihm zur Anleitung dienten. 
Schubladkasten, Eichen, um 1660 (Mrs. Mc Clure)
	        

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