MAK

Full text: Monatszeitschrift I (1898 / Heft 11 und 12)

 
Armsessel, Nussholz. um 1560 
(W. H. Evans, Esq., Forde Abhey) 
 
Armsessel, Mahagoni, um 1710 
(Mrs. J. Evans) 
Die Sessel seiner ersten Zeit haben einige Ähnlichkeit mit denen 
der Holländer der Zeit Wilhelms und Marys, die Füsse haben 
bauchige Schultern mit geschnitzten Akanthusblättern und Hufe 
oder Klauen. Sowohl seine Stühle, als auch seine Tische zeigen grosse 
Mannigfaltigkeit. Die Ausstellung im Jahre 1896 bot eine fast ordnungs- 
mässige Reihenfolge von Sesseln des XVIII. Jahrhunderts. Die da 
exponirten Stühle hatten bauchige Beine, gewölbte Lehnen, letztere 
wahrscheinlich dem Holländischen entlehnt. Das einzige Brett ist 
durchbrochen und nimmt die Form von nebeneinander gestellten 
Stangen an. Nach und nach wird die Verzierung dieser Sessellehnen 
reicher, die Stangen, aus denen sie bestehen, werden complicirter. Nach 
vielen Änderungen endlich sind sie durch eine geschnitzte Bandmasche 
zusammengehalten. 
Chippendale und alle anderen Tischler seiner Zeit haben „Settees" 
gemacht, das sind längliche Sitze für zwei oder auch mehrere Personen. 
Diese „Settees" haben Armlehnen an den Enden und die Rücklehne 
besteht aus mehreren miteinander verbundenen Lehnen einzelner 
Sessel. Chippendales Tische sind auch von verschiedener Art. Seine 
Credenzen und Serviertische (Buffets) waren einfach, stark, und 
standen auf viereckigen Füssen. Speisetischen scheint er ein geringes 
Augenmerk zugewendet zu haben.
	        

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