MAK

Volltext: Monatszeitschrift I (1898 / Heft 11 und 12)

qur 
EnsemblesundEinrichtungs- 
stiicke nicht verfügen. Eine 
einzige Ausnahme muss hier 
constatirt werden, es ist dies 
das Schloss Knole des Earl 
of Sackville in Kent. Die 
historische Serie von Möbeln, 
wie wir sie hier finden, ist 
ganz besonders lehrreich. 
Knole-House war zu ver- 
schiedenen Zeiten könig- 
liches Eigenthum. Jacob I. 
verbrachte dort längere 
Zeit; ihm zu Ehren conser- 
virten die darauffolgen- 
den Eigenthürner eine Reihe 
von Zimmern in demsel- 
ben Zustande, in dem sie 
sich zu Jacobs Zeiten be- 
fanden. Die Mehrzahl dieser Möbelstücke, mit Seide und Sammtstoff 
überzogen, sind bis zum heutigen Tage in ihrer vollständigen 
Schönheit erhalten geblieben. 
Die Ausstellung machte uns mit den besten Leistungen 
Chippendales, Sheratons und anderer Erzeuger aus dem XVIII. Jahr- 
hunderte bekannt. Die öffentlichen Ämter, von denen mehrere in 
früheren Zeiten Chippendale besonders begünstigten, stellten zahl- 
reiche Stühle, Bücherkästen und andere Objecte aus. Lord 
Coventry, Mr. Henry Willett und Mr. Vincent Robinson brachten uns 
unvergleichliche Möbel des genannten Meisters. Sir Spencer Ponsonby- 
Fane ist der Besitzer von bedeutenden einzelnen Stücken aus ver- 
schiedenen Perioden. Lord Ancasters Haus in Normanton ist im Stile 
Adams, Sheratons und deren Zeitgenossen möblirt. Sheratons beste 
Arbeit fanden wir zu Coombe Wood, dem Hause Mr. Spottiswoode's 
zu Kent. ' 
Den Eignern aller dieser Schätze, die sich um der guten Sache 
willen von denselben freiwillig für längere Zeit trennten, sind wir in 
England zu grossem Danke verpflichtet. Sehen wir doch heute schon, 
dass die besagte, vom Kensington-Museum veranstaltete Ausstellung 
nicht allein für England selbst, sondern auch für den Continent, 
welchem bei diesem Anlasse mancher befruchtende Gedanke über- 
mittelt wurde,von nicht zu unterschätzender Bedeutung war. 
 
Blumentische, Chippendale, um x75o
	        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.