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Volltext: Monatszeitschrift II (1899 / Heft 5)

prachtliebende Abt 
auf dem Boden des 
schlichten Bauern- 
hauses, aus dem er 
hervorgieng, errich- 
tete. Es ist ein vier- 
eckiges Gebäude um 
einen kleinen Hof, 
mit hohen Palast- 
fenstem, oeils de 
boeuf, steilem Man- 
sardendach, offenen 
von Säulen gestütz- 
ten I-Iallen im ersten 
Stockwerk, im Innern 
die hohen Räume 
mit Wandmalereien 
undtrefllichenStuck- 
omamenten beklei- 
det.DasSchlösschen 
ist von hoher male- 
Gitter der Vorhalle der Bibliothek l-ischgfwifkung und 
gibt einen anmuthi- 
gen Beleg, dass Prandauers Geist auch den ästhetischen Forderungen 
einer kleineren Lebensstellung vollauf gewachsen war. 
Die Ostseite des Stiftes, der wir uns nun zuwenden, enthält in 
der Mitte ein Risalit, welches durch hohe Feuermauern als besonders 
geschützter Theil der langen Front sich kund thut. 
Es ist die Stiftsbibliothek. Sie sollte nach dem Plane Prandauers 
und seines Gönners Johann Bapt. viel prächtiger werden als sie jetzt 
ist und eine imposante Zufahrt vom Markte her bekommen. Der 
Nachfolger Johann Georg (1732-1754), war anderer Meinung. 
Prandauers Entwurf wurde nach dem neuen Riss des Baumeisters 
Heyberger von Steyr, des nämlichen, der das hübsche Rathhaus da- 
selbst und die herrliche Stiftsbibliothek in Admont gebaut hatte, etwas 
abgeändert und vereinfacht. Heyberger setzt die Pilasterstellungen 
und Ornamentik Carlones fort, das Risalit wird durch Vasen, Statuen 
und Uhrwerk auf dem Dache aus der Monotonie der langen Flucht 
herausgehoben. Überdies bekommt die Bibliothek durch den hohen 
massiven Unterbau (9 Meter 48 Centimeter), welcher in dem tiefer- 
gelegenen Terrain der Ostseite hergestellt werden musste, um die 
 
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