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Volltext: Monatszeitschrift II (1899 / Heft 5)

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Weise abzuschliessen, den klösterlich einfachen Conventbau aufrecht 
zu erhalten und zugleich zu verdecken und daneben einen hohen, 
luftigen Saal für grössere Versammlungen oder als Speisesaal zur 
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Seitliche Gitter an den Treppenabsätzeu der Vorhalle Mgter 5 Centüneter 
im Lichten, Höhe 
circa n Meter 7 Centimeter. Die Raumvertheilung an Fenstern, 
Pfeilern, Portalen beweist das feine Gefühl für Ebenmass und Rhythmus 
der Verhältnisse. Der Schmuck der Wände und der gewölbten Decke 
in Farbe und Reliefs bezeugt Geschmack und sinnvolle Auffassung. 
Das grosse Gemälde, welches in reicher Stuckumrahmung die ganze 
Decke einnimmt, stellt uns die Vermählung des Ordensmannes mit 
der Kirche durch die klösterlichen Gelübde der Armut, Keuschheit 
und des Gehorsams vor. Den Mittelpunkt nimmt die Kirche ein, 
dargestellt durch ihr sichtbares Oberhaupt, den Papst, welcher 
Evangelienbuch und Kelch in den Händen hält. Die allegorischen 
Figuren der drei genannten Gelübde knien vor ihm. Andere allegorische 
Gruppen der siegreichen christlichen Tugenden und der aus der 
Menschheit zurückweichenden finsteren Mächte bedecken den übrigen 
Raum. Bartholomäus Altomonte ist der Maler der ganzen Decke, auch 
der Architekturen, in denen er sich früher nie versuchte, weshalb er 
sich hiezu der Patronen bediente und dadurch eine glückliche Lösung 
seiner Aufgabe herbeiführte. An den Längsseiten des Saales sind die 
von Bartholomäus Altomonte auf Leinwand gemalten zwölf Bildnisse 
von hervorragenden Päpsten und Bischöfen aus dem Orden der 
regulirten Chorherren des heiligen Augustinus. Über der Kanzel 
zwischen den Eingangsportalen hängt ein grosses Bildnis desselben 
Künstlers auf Leinwand, die Gläubigen in Jerusalem darstellend, wie 
sie ihr Eigenthurn zu den Füssen der Apostel niederlegen, eines seiner 
besten Bilder. Auf der gegenüberliegenden Schmalseite erscheint der
	        

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