MAK

Volltext: Monatszeitschrift II (1899 / Heft 5)

 
Dejeuner aus der k. k. Wiener Porzellanfabrik 
Gestell und eine mit naturalistisch geblumtem, broschirtem Seidenstoff überzogene 
Polsterung. Er ist im Geschrnacke Louis XVI gehalten und wahrscheinlich 
französischer Herkunft. Besonders geschmackvoll ist der Bekrönungsschmuck 
der länglich runden Lehne: in einem Kranze von Rosen zwei Musikinstrumente, 
eine Geige und ein Blasinstrument, und nach beiden Seiten abfallend sauber 
geschnitzte Lorbeerzweige. - Der Damensessel, vermuthlich österreichische 
Arbeit, ist seiner Entstehungszeit nach etwa 1o-x5 jahre später anzusetzen 
und hat ebenfalls ein geschnitztes und vergoldetes Gestell sowie mit Seidenzeug 
(modern) überspannte Polsterung. Das Möbel zeichnet sich durch besondere 
Zierlichkeit und Leichtigkeit aus. In geraden Linien aufgebaut, zeigt es an den 
entscheidenden Punkten architektonische Anklänge, um alsbald wieder jene 
reizvollen Übergänge in das Ornament zu finden, die dem späteren Louis 
XVl-Stile eigen sind. 
DEJEUNER AUS DER K. K. WIENER PORZELLANFABRIK. 
Das Österreichische Museum hat im vergangenen Jahre ein sogenanntes 
tete-a-tete erworben, bestehend aus einer Servirplatte, Zuckerdose, drei Kannen 
und zwei Tassen; Deckel und Untertassen hinzugerechnet im Ganzen x 5 Stück. 
Das Service bezeichnet den Anfang der Glanzperiode der Wiener Fabrik und reiht 
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