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Volltext: Monatszeitschrift II (1899 / Heft 7)

gar kein Ofen dieser Zeit mehr 
erhalten, während im ersten Stock- 
werke doch noch fünf vorhanden 
sind; drei jedoch wurden in den 
Dreissiger-Jahren dieses jahrhun- 
derts durch neue, im Stile dieser Zeit 
gehaltene ersetzt. In den darüber 
liegenden Räumen sind auch nur 
mehr zwei von den alten auf uns 
gekommen. Ein sehr schöner Zopf- 
ofen, der an Stelle eines älteren 
gesetzt worden war, wurde wegen 
einiger schadhafter Theile, die sich 
übrigens leicht hätten ersetzen lassen, 
durch die Übereilung der damit be- 
trauten Factoren gänzlich zerstört. 
In einem Zimmer findet sich wohl 
ein später imitirter, aber gut ge- 
lungener Barockofen; bei zwei 
anderen Öfen im Zopfstile ist es merk- 
würdig, dass man die alte barocke 
Basis beibehielt und den Aufbau 
darnach einrichtete. Aus dem Mangel 
von Einfügungen in den Fussboden, 
die bei allen übrigen neueren Öfen 
oren im zwemn sxockwerke des Neu- stattgefunden haben, lässt sich dieses 
g'bä"d" mit Sicherheit constatiren. Schliess- 
lich seien noch einige Bemerkungen 
über die Entwürfe angebracht. Die beiden Kaminskizzen waren für 
die grossen Saalräumlichkeiten bestimmt; der darunter gelegene Raum, 
die sala terrena, wurde aber bis heute gar nicht vollendet, während 
im darüber gelegenen, sogenannten Marmorsaale die Fertigstellung 
in diesem jahrhundert leider nicht nach den guten, alten vor- 
handenen Entwürfen erfolgte. 
Die Vergleichung der bestehenden Öfen mit den Zeichnungen 
lässt uns interessante Beobachtungen machen, welche Veränderungen 
sich die Entwürfe bei ihrer Ausführung gefallen lassen mussten. Von 
den übrigen Vorlagen lässt es sich heute nicht mehr feststellen, ob 
sie wirklich ausgeführt worden, oder ob diese Öfen schon zugrunde 
gegangen sind. 

	        

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