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Volltext: Monatszeitschrift II (1899 / Heft 1)

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Diese Medaille wird bei den Fusstruppen an der Regimentsfahne, bei den 
Cavallerietruppen an einer ihnen gleichfalls neu verliehenen Ehrentrompete 
getragen; und zwar ist letztere im Frieden bei feierlichen Gelegenheiten, im Kriege 
ausnahmslos in Gebrauch zu nehmen. 
Die ovale Medaille ist von Gold, im Gewichte von 200 Ducaten, etwa xo crn 
lang, 8 i], crn breit; der Entwurf sowohl als die Ausführung stammen vom Medail- 
leur P. Breithut. Auf der Vorderseite ist das Brustbild Seiner Majestät im Profil 
nach rechts in der betreffenden Inhaberuniform in sehr kräftigem und ausdrucks- 
vollem Relief zu sehen. Rechts unterhalb des Kopfes findet sich die vertiefte In- 
schrift „Franz Josef 1.", links vom Kopfe ein kleines flach gehaltenes Relief: das 
Hauswappen mit der Hauskrone darüber; dem modernen und auch guten älteren 
Geschmacke entsprechend läuft um die Medaille kein besonderer erhabener Rand, 
doch ist die ganze Grundfläche leise concav gehalten. Die Rückseite zeigt die 
erhaben gearbeitete Widmungsinschrift innerhalb eines oben offenen Lorbeer- 
und Eichenkranzes. 
Das zugehörige Schleifenband von rother Seide ist unten durch ein 
plastisches goldenes Rankenornament nach dem Entwurfe des Architekten Rudolf 
Hammel geschlossen. Die silbernen Ehrentrompeten entstammen der Werkstatt 
der Firma Anton Dehmal und der ProduCtiv-Genossenschaft der Blasinstru- 
menten-Fabrikanten. Die getriebenen, vergoldeten Ornamente, hauptsächlich 
Lorbeer- und Eichenzweige, sowie der Doppelaar sind vom Hof-Medailleur 
Heinrich Jauner, gleichfalls nach Zeichnung des Architekten R. Hammel aus- 
geführt. Von diesem stammt auch der Entwurf zu dem Trompetenbehange, der 
auf Goldgrund in reicher Gold- und Seiden-, zum Theil auch Applications- und 
Perlenstickerei im l-Iofstickerei-Atelier des Fräuleins Bach ausgeführt wurde. 
Auf der rechten Seite, wo das Band der Medaille herabhängt, geben Eichenzweige 
das Hauptmotiv, auf der linken sind in zwei Schilden das kaiserliche Hauswappen, 
sowie die Initialen Seiner Majestät, darüber die Krone und um das Ganze Lorbeer- 
und Eichenzweige dargestellt. Die reiche Posarnenterie, die den Behang unten 
schliesst, sowie die Tragschnur sind in dem Atelier des Hof-Posamenterie-Fabri- 
kanten Franz Thill ausgeführt. 
Seine k. und k. Hoheit der durchlauchtigste Herr Erzherzog Ludwig Yiclor 
hat am 7. d. M. die Ausstellung der militärischen Ehrenzeichen im Oster- 
reichischen Museum besichtigt. 
ESÜCH DES MÜSEÜMS. Die Sammlungen des Museums wurden 
im Monate December 1898 von 16.667, die Bibliothek von 1813 Personen 
bßsucht. 
LITTERATUR DES KUNSTGEWERBESSIP 
L TECHNIK UND ALLGEMEL BALLARIN, E. Alcun: opere d'arte nel San- 
tuario della Beata Vergine a Tirano. (Arte 
NES. AESTHETIK. KUNSTGE- im, du , im, vu_ a) 
  BIGEON, H. L'Art du moyen äge. Educalion 
anistique e! industrielle au moyen 11g: e! 
The Nationnl Art Competition. (The Hause, Nov.) gujgufdyhui, conf5rence_ Imgv, 44 P_ avec 
BAES, E. Propriätä arüstique. (La Fädäration grav. Paris, imp. de Yäcole municipale 
nnistique 1898. I.) 551km"-
	        

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