MAK

Volltext: Monatszeitschrift II (1899 / Heft 10)

  
Thürumrahmung aus dem Musiksalon 
im allgemeinen Alles malen, was dem Abtragen 
verfallen war. Auch Scenen von Anno 48 hängen 
dazwischen. Die Möbel sind zum grossen Theile 
auch Altwien, gediegene Mahagoni-Zeit. Heute 
begreift man das eher, als zu der Zeit, da diese 
Räume eingerichtet wurden. Diese und andere, 
sogar Salons. Da ist ein ganzer getäfelter Mahagoni- 
Salon (von Irmler) mit echten Möbeln aus der 
Congress-Zeit eingerichtet, auch die Stoffe echt von 
damals. Andere Räume haben sehr schöne, in 
Bronze montirte Louis XVL-Möbel, echte und 
zur Ergänzung Pariser Nachahmungen. Auf die 
Wiener Schulrenaissance war Dumba niemals 
eingeschworen; ihm wohnten immer auch hinter 
dem Berge Leute. Übrigens spielt auch diese 
Richtung ihre selbstverständliche Rolle. Ist doch 
das Haus selbst (Parkring 4), noch von Dumba 
Vater erbaut, ein Werk Romanos. Die Bibliothek 
neben dem Makart-Zimmer, mit dunklem Getäfel 
und Plafond, ist aus dieser Zeit, nach Angaben 
Gustav Gauls, von dem hier auch mehrere grosse 
Copien nach Tizian („Irdische und himmlische 
Liebe" u. a.) hängen. Mitten dazwischen anderes 
aus den Siebziger-Jahren: Robert Russ' grosse 
Brandung von Helgoland u. s. f. Nebenan führt 
eine hübsche Treppe in hellem Eichenholz zum 
zweiten Stock empor. Der Plafond dieses kleinen 
Treppenhauses ist von -- man rathe! - vom alten Schilcher 
ausgemalt. Der „Pfaff vom Kahlenberg" aus den Gschnasfesten
	        

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