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Volltext: Monatszeitschrift II (1899 / Heft 10)

Detail 
aus dem 
Speise- 
saal 
 
mit rosigen Wangen und blauen Augen, das Kleid roth, ganz mit 
Rosengewinden umwunden. 
An den Schmalwänden folgen stillebenartige Lösungen, in denen 
die vier Jahreszeiten symbolisirt sind. Ein roth- und weissfiguriger 
Mischkrug mit zwei grossen Henkeln und zwei Putti dabei; zwei 
Silberschüsseln (Hildesheim) mit Goldorangen und ihren Weissen 
Blüten, Veilchen in jenem kopfförmigen Terracottagefäss, das 
täuschend gemalt auf dem Sims steht; ein ehernes Räuchergefäss, 
vergoldet, mit Sphinxen und Spiralfüssen, dabei eine Lawine dunkler 
und hellrother Kirschen mit ihrem Laub; antike Glasgefässe neben 
einer (gut reconstruirten) antiken Weinpresse aus Marmor, mit 
Trauben und Most, der aus einer Fratze herausströmt, dahinter ein 
Standkübel mit dem Relief einer Tänzerin auf Zinnobergrund und ein 
grosser Blumenstrauss darin; eine mächtige Lyra, schneckenförmig 
gewunden, ein lyrischer Putto zupft daran, dabei ein Korb mit 
Weissen und rothen Rosen, Phlox und anderem Geblüm, eine Doppel- 
f löte - und so fort durch das ganze liebe Jahr. Alle diese Dinge sind 
mit einem frischen Colorismus leicht und lebenswahr hingeschrieben. 
An der zweiten Langwand sehen wir, rechts und links des Kamin- 
aufbaues, zwischen zierlich gerafften Gewinden heller und dunkler 
Rosen, Malerei, Bildhauerei und Baukunst durch weibliche Figuren 
mit ihrem Zubehör charakterisirt. Die beiden Hauptfiguren, rechts
	        

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