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Volltext: Monatszeitschrift III (1900 / Heft 3)

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Antlitze entgegenzuleuchten. Auch die Modernen habe ich bei Schaffung 
meines Christuskopfes studirt. Sie haben schon lange das bittere Weh des 
Sterbens in ihren Bildwerken verlassen, sie suchen das Gegentheil . . . 
Ich hatte meine Aufgabe, eine der schönsten, die einem Bildhauer gestellt 
werden kann, nicht leicht genommen und mich redlich darum bemüht. 
Und doch musste ich die „Pieta" nach Stuttgart absenden, ohne dass sie 
mich befriedigte, - ein Schmerz, der dem schaffenden Künstler nur zu 
leicht zutheil wird." 
So Hervorragendes Joseph von Kopf auf dem Gebiete des Tragischen 
und Dramatisch-Erhabenen leistete, so scheint uns doch seine künstlerische 
Hauptbedeutung, neben dem Porträt, im Anmuthigen und im Nackten 
zu liegen. Seine Nymphen, Amoretten, Bacchantinnen und wie all das 
entzückende Völkchen noch heissen mag, sind von solch wahrhaft classischer 
Formenschönheit und Lebenswahrheit, dass wir uns im Atelier Joseph von 
Kopfs in das Vaticanische oder Capitolinische Museum versetzt wähnen. 
Berühmt ward seinerzeit die Gruppe „Joseph und Potiphars Weib", die 
sämmtlichen Mäcenen so shocking vorkam, dass sie bis heutigentags das 
„Studio" des Künstlers ziert. Dagegen freute sich der wiederholt in Rom 
15'
	        

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