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Volltext: Monatszeitschrift II (1899 / Heft 11)

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In seinem Werke wollte der Künstler Segantini die Allschönheit, 
Allgüte der Natur preisen. Aus jedem Pinselstriche leuchtet seine 
Freude am Guten, sein Hass des Bösen. Ihm ist Ästhetik auch das 
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Gleiche wie Ethik gewesen. Er, der sich in seinem Kunstprincip 
mit Emile Zola gedeckt hat, begegnet an seinem Ziele den englischen 
Kunstphilosophen Ruskin. 
Niemand, der seine Bilder gesehen hat, wird diese Schönheiten 
vergessen. Es wohnt in diesen Werken eine Urkraft, vergleichbar der 
homerischer Gedichte. 
Das Leben Segantinis war wie seine Worte: „Der Auserwählte, 
derjenige, der sich von der süssen und guten Leidenschaft der Kunst 
gequält fühlt, wird Eltern, Geschwister und Reichthümer verlassen 
müssen und sich so, allen materiellen Besitzes bar, bei jener Bruder- 
schaft von Künstlern einstellen, von denen er glaubt, dass sie seinem 
Ideale von Kunst entsprechen." 
So hat er gethan. In seinen Bergen hat er gelebt, geschaffen. Nichts 
erfüllte sein Leben, nichts sonst verlangte er von der Welt, als malen 
zu dürfen. Und sein Pinsel ist geborsten, als er uns noch viel zu 
geben hatte. Er muss schwer gestorben sein.
	        

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