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Volltext: Monatszeitschrift II (1899 / Heft 11)

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Max Benirschke 
Compositionsaufgaben aus der allgemeinen Abtheilung der Kunstgewerbeschule 
jüngerer Zeit, ausgestellt und bei schauendem, wie bei kaufendem Publicum viel 
Beifall gefunden. Es sind meist Aquarelle in jenen hellen, durchpassirten Farben, 
in denen Schatten und Licht einander so sehr gleichen. Contrastjäger werden bei 
jettel bredouille heimkehren. Der französische Ausdruck kommt einem bei 
ihm leicht in die Feder, denn er hat noch immer viel Pariserisches in seiner 
eleganten, soignirten Malweise, bei der seine geliebten Tümpel so reinlich aussehen 
und die Dorfgänse so schneeweisse jabots tragen. Manche seiner Stoffe sind 
sogar noch immer picardisch und bretonisch, oder auch Seine-et-Oise. Wer 
kennt sie nicht, seine Heuschober 
und Schafhürden, seine Feldwege 
und Dorfgassen, wo soviel Flau- 
liches angenehm zusammengeht? 
Das sind wahre Destillate an Far- 
bengebung; in den Studien griff er 
doch fester zu, so in jener bretoni- 
schen Naturstudie: „Sarnenzwie- 
bel", die wir uns aus der ganzen 
Blätterfolge wählen würden, wenn 
wir wahlberechtigt wären. Das ist 
eine auffallend duftige Verdure, 
die an junge tonstarke Jahre mit 
Rabenschwärmen in grauer Natur 
erinnert. Neuestens malt der Künst- 
ler auch Niederösterreichisches 
und hat dann Verwandtschaft mit 
Pettenkofen, bei viel weicherer 
Tonart natürlich und einem silber- 
 
_ Aus der Fachschule des Professors Joseph l-Ioflmann 
nen Sonnenschein Statt des E01" Stoffmuster von Max Benirschke für Backhausen 
denen. Auch zwischen Ika und a Söhne (gesetzlich geschützt)
	        

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