MAK

Full text: Monatszeitschrift III (1900 / Heft 6)

 
Villa Ginzkey, Halle 
Gasträume, die auf dem Landsitze natürlich eine ganz andere Rolle spielen 
als in einer Stadtwohnung; im Untergeschosse liegen Küche, Nutzräume und 
Gemächer der Dienerschaft. 
Die Halle hat an der einen Seite ein grosses durchgehendes Fenster; 
an diesem führt die Treppe vorüber, während an den drei anderen Seiten 
das Speisezimmer, der Empfangsraum mit daranstossendemWintergarten 
und der Musiksaal anschliessen; letzterer ist bei den künstlerischen Neigungen 
der Darne des Hauses mit Recht ein Hauptraum geworden. Zwischen 
Speisesaal und Empfangsraum schiebt sich das Arbeitszimmer des Herrn, 
und zwischen Empfangsraum und Musiksaal das Zimmer der Dame, 
übrigens beide auch von der Halle aus erreichbar. Diese Räume treten 
wieder durch Erker und Hallen mit dem Park und der freien Natur in 
Verbindung, so dass Licht und Luft von allen Seiten bis ins Innerste fluten. 
Und doch ist das Haus auch wieder eng um den allgemeinen Wohnraum, 
die Halle, zusammen geschlossen, in der die Stiege zu den oberen Räumen 
emporführt. 
Da die Fremdenzimmer zum Grosstheil auch über eine Nebenstiege 
erreicht werden können, und auch die Dienerschaft nicht die Haupttreppe 
zu betreten braucht, ist die Wohnlichkeit wirklich eine hohe und dieser Theil
	        
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