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Volltext: Monatszeitschrift III (1900 / Heft 6)

Speisezimmer 
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der Aufgabe von den Architekten Griesebach und Dinklage in Berlin jeden- 
falls ganz trefflich gelöst worden. 
Aus dem inneren Organismus ist das Äussere naturgemäss herausge- 
wachsen. Die Formen sind wohlthuend einfach; die Ausführung, die im 
Baulichen Gustav Salchers 8c Söhne in Reichenberg, im bildnerischen 
Schmucke Czastka in Reichenberg, zum Theil nach den Entwürfen der 
Architekten, zum Theil nach denen des Reichenberger Professors Gerhard, 
ausgeführt haben, ist äusserst gediegen und in Form und Material durchaus 
übereinstimmend. 
Der Stil wäre nach den Regeln der Schule schwer zu bestimmen; man 
hat in der That auch gar nicht das Verlangen nach solcher Bestimmung. Da 
es aber üblich ist, darnach zu fragen, so sei zugestanden, dass sich etwas 
von deutscher Renaissance, auch etwas Holländisches und Englisches heraus- 
finden lässt. Jedenfalls ist der Bau aber Ende des XIX. Jahrhunderts und es 
ist nicht mehr Altes darin als in unserer ganzen Bildung, deren Atome doch 
auch fast alle alt sind, nur neu geordnet etwas Neues bilden. 
Nun gibt es natürlich auch andere Richtungen in der Baukunst, die sich 
bei aller innerer Abhängigkeit vom Alten doch noch neuer geben; aber ich 
glaube, dass dem Besitzer der Villa ein solcher Bau zu sehr losgelöst
	        

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