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Volltext: Monatszeitschrift III (1900 / Heft 11)

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Mit einiger Theorie wird der Schüler erst, nachdem er mindestens vierzehn Jahre 
alt ist - also durchschnittlich nach sechs bis sieben Jahren des freien Unterrichts, aus- 
schliesslich zur Förderung einer gewissen Fertigkeit - vertraut gemacht. Er lernt nun- 
mehr die Elemente der Lehre von den Holzverbindungen kennen und solche Verbin- 
dungen auch praktisch versuchen. Ferner werden die wichtigsten Sätze des technischen 
Zeichnens einschliesslich der I-Iauptregeln der Perspective gelehrt. 
Es naht nun für den Schüler die Zeit, die in ihm -- vielleicht - den Entschluss reifen 
lässt, sich der Kunst berufsmässig zu widmen. Dem Buche sind in einem besonderen 
Capitel Betrachtungen über einen solchen Schritt beigegeben, die den Jüngern der Malerei 
oder der Plastik (akademischer Richtung) gute Dienste leisten mögen. I-I. Macht 
REISAÜSSCHREIBEN. Die Dresdener Werkstätten für Handwerkskunst 
haben für Originalentwürfe für ein Wohnzimmer, das gleichzeitig als Speisezimmer 
dienen und den Ansprüchen eines guten Bürgerhauses genügen soll, Preise von m00,- 
5oo und 300 Mark ausgesetzt. Das Preisrichteramt haben Professor G. Kuehl, Geheimrath 
Dr. v.Seidlitz, Professor O. Gussmann, Professor K. Gross, Baurath A. Richter, Kunstmaler 
Wilh. Claudius und C. Schmidt übernommen. Die Einzelbestimmungen über Form und 
Anzahl der Möbel, Holzgattungen, Beschläge, Schnitzereien, Intarsien, Stil und Grösse 
sind im Preisausschreiben genau angeführt. Die Entwürfe sind bis spätestens 5. jänner 
xgor einzureichen. Das mit dem ersten Preise ausgezeichnete Zimmer wird ausgeführt 
und in der Internationalen Kunstausstellung Dresden 1901 ausgestellt. Mit der Ertheilung 
eines Preises wird der Entwurf ohne weiters Eigenthnm der Dresdener Werkstätten für 
I-Iandwerkskunst ohne Verpflichtung zur Provisionszahlung bei späteren Ausführungen. 
An den anderen, nicht prämiirten Entwürfen behält sich die Firma das Vorkaufsrecht für 
ein Vierteljahr von Bekanntmachung der Preisvertheilung an vor. 
REISAUSSCHREIBEN. Die „Zeitschrift für Innendecoration" erlässt ein Preis- 
ausschreiben fürEntwürfe zu einem herrschaftlichen Wohnhause eines Kunstfreundes. 
Für Preise undAnkäufe sind insgesammt BoooMark vorgesehen; für den I. Preis 2400 Mark, 
für den II. Preis r8oo Mark, den III. Preis 1200 Mark, den IV. Preis 800 Mark ausgesetzt, 
für weitereAnkäufe sind noch xSooMark verfügbar. NähereBedingungen sind in demDecem- 
berheft der „Innendecoration" und der „Deutschen Kunst und Decoration" enthalten. 
MITTHEILUNGEN AUS DEM K. K. ÖSTER- 
REICHISCHEN MUSEUM Sie 
ÜRATQRIÜM. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster 
Entschliessung vom 31. October d. J. dem Mitgliede des Curatoriums des k. k. Öster- 
reichischen Museums, Universitätsprofessor Dr. Franz Wickhoif, den Titel eines Hof- 
rathes allergnädigst zu verleihen geruht. 
RÖFFNÜNG DER VVINTERAÜSSTELLÜNG. Seine Excellenz der Herr 
Minister für Cultus und Unterricht Dr. Ritter von Hartel hat am 20. d. M. in 
Gegenwart zahlreicher geladener Gäste die Winterausstellung des k. k. Österreichischen 
Museums für Kunst und Industrie eröffnet. Um IX Uhr erschien Seine Excellenz der Herr 
Minister und trat nach erfolgter Begrüssung durch den Museumsdirector Hofrath 
von Scala sofort den Rundgang durch die Ausstellung an. Arn Schlusse desselben gab 
Seine Excellenz der Herr Minister dem Director gegenüber seiner Befriedigung über das 
Gesehene Ausdruck. 
Wir werden im Jännerheß: unserer Monatsschrift einen reich illustrirten Bericht über 
die Ausstellung bringen.
	        

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