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Volltext: Monatszeitschrift IV (1901 / Heft 1)

als graciöses, offenes 
Schaugestell -- die Ur- 
form der Credenz - 
aufbaut, das auf 
leichten, pyramidal 
nach oben zulaufen- 
den Metallstäben ap- 
petitliche Glasplatten 
trägt. Das angrenzen- 
de Herrenzimmer der 
gleichen Firma (Ent- 
wurf von A. Fix), 
Ludwig Ncwotny, Tischdecke dessen roth polirtes 
Nuss-Satinholz mit 
den grünen Wandbezügen vorzüglich zusammengestimmt ist, charakterisirt 
sich gleichfalls durch sinnreiche und ungesuchte Möbelformen von grosser 
Schlichtheit; ein breiter ringsumher laufender Wandfries in Applications- 
Stickerei, dessen Motiv sich an den Fenstervorhängen wiederholt, fällt durch 
den flotten Linienschwung seiner Zeichnung und die glückliche Wahl der 
Farben auf. Die Möbel des folgenden, von J. Seidl ausgeführten Damen- 
salons sind von R. Hammel entworfen und erfreuen durch die ruhige 
Einfachheit der Formen und die Feinheit der Farbenstimmung, die die 
grauen, zart gezeichneten, sparsam verwendeten Intarsien mit dem Naturton 
des Ahornholzes ergeben. Gerade in derartiger räumlicher und coloristischer 
Beschränkung erweist 
sich die edle Technik 
der Holzincrustation 
als vornehrnster und 
zweckmässigster 
Schmuck des Möbels. 
Das daneben liegende 
Speisezimmer von Sig. 
Jaray (Entwurf von M. 
Jaray) zeigt reiche 
Ideenfülle und fesselt 
durch die Trefflichkeit 
der Ausführung. Seine 
silberbeschlagenen Pri- 
maveraholz-Möbel 
tragen ganz vorzügliche 
Formen von grosser, 
ungesuchter Originali- 
tät. Namentlich am 
Ludwig Nowomy, Kissen grossen Schranke ist 
 

	        

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