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Volltext: Monatszeitschrift IV (1901 / Heft 2)

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IE moderne dänische Kunstkeramik hat vorwiegend 
auf zwei von einander scharf getrennten Gebieten 
grosse Erfolge aufzuweisen. Das Kopenhagener 
Porzellan hat ihren Ruhm am weitesten getragen. 
Weniger bekannt ist, dass auch die Fayence 
in Dänemark eine eigenartige künstlerische 
Ausbildung erfahren hat. Die vorzüglichen 
Arbeiten von Hermann A. Kaehler in Naestved 
verdienen hier besonders gewürdigt zu werden, 
schon weil sie bei uns weit weniger häufig 
gesehen wurden und vielleicht auch, weil sie auf 
Ausstellungen neben der heiteren, hellen und kühlen Farbenwirkung des 
Porzellans ihre wärmere und tiefere Tonscala meist schwer zur Geltung 
bringen. Auch in diesem Jahre hat man in Paris, eingenommen von den 
glänzenden Schaustellungen der „Königlichen" und der „Bing'schen" 
Manufacturen, leicht der benachbarten, zur Seite geschobenen und doch nicht 
minder reizvollen Sammlung Kaehler'scher Fayencen gegenüber ungerecht 
werden können. Wer aber diesen Arbeiten die Sorgfalt eingehender Be- 
trachtung angedeihen liess, wurde durch den vollen Genuss belohnt, den 
diese mannigfaltigen, echtem Töpfergeist entsprungenen Formen mit ihrer 
edeln, auf einen einzigen Grundton gestimmten, leuchtenden Färbung boten. 
 
 
H. A. Kaehler, Krug (Krukke) und Vase in Flaschenform
	        

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