MAK

Objekt: Alte und Moderne Kunst X (1965 / Heft 83)

nnz zusB 
bcrgcr kirchlichem 
BCSilZ 
paiscne Kunst um iwu oerrucnter und 
angeregt. 
Wenn das Domkapitel selbst eine neben der 
bedeutenden christlichen Thematik auch nach 
kunstwissenschaftlichen und musealen Ge- 
sichtspunkten ausgerichtete Ausstellung wagte, 
dann muß dies als ein bedeutsamer Wandel 
bezeichnet werden. 
Bisher war die Diözese wohl im Dienste der 
lebendigen Liturgie als Veranstalterin der 
Biennale Christlicher Kunst hervorgetreten, 
diesmal aber trat sie erstmals aktiv als Be- 
wahrerin des historischen künstlerischen Erbes 
auf. Diese von neuen Kräften getragenen 
Bestrebungen mögen nun bald dazu führen, 
daß nach mehr als einem Jahrhundert des 
Versäumnisses die nicht in den Gotteshäusern 
aufgestellten Kunstwerke der Diözese Salzburg 
erfaßt und in einem Diözesanmuseum zugäng- 
lich gemacht werden. 
Das Thema, welches der Organisator der 
Ausstellung, Dr. Johannes Neuhardt, gewählt 
hat, bildet das glanzvollste Kapitel der Salz- 
burger Kunstgeschichte. Dieses große Erbe 
ist jedoch noch gleichsam verschüttet. Wah- 
rend die Erforschung dieser Epoche für 
Böhmen als romantisches Liebkind der Wiener 
Kunstgeschichte schon frühzeitig begonnen 
und seither von Prag aus mit größter Energie 
als nationales Anliegen vorangetrieben wurde, 
beginnt man in Salzburg erst allmählich die 
Bedeutung dieser Stadt für die Kunst um 1400 
ist ein uroureu unrestauriert. 
Angesichts einer für 1966 in Prag b 
stehenden Ausstellung „Kunst um 144 
Böhmen" haben daher maßgebliche Pe 
lichkeiten vor einer übereilten Salzb 
Unternehmung gewarnt. Sie argumentil 
daß Salzburg noch Zeit benötigt, s 
Bestand zu erforschen und zu restaurieren 
dann auf den Ergebnissen der Prager 
stellung fußend, Salzburgs Position ' 
fundiert aufzeigen zu können. 
Trotz dieser gewichtigen Argumente l 
die Aussteller das Unternehmen gewagt 
die Ausstellung nun neben dem bei d 
Thema zu erwartenden breiten Publil- 
erfolg auch ernste wissenschaftliche Erle 
nisse gebracht und das Ansehen der St: 
Salzburgs in der Kunst um 1400 geförde 
Wir müssen trotz der großen Schwierigl 
und mancher Mangel diese Frage eint 
mit Ja beantworten und dies mit gr 
Anerkennung für das kleine und mit ger 
Mitteln arbeitende Arbeitsteam verbinde 
Wie ernst man an die wissenschaftliche 
gabe herangetreten ist, zeigt der sorgt 
Katalog. Der Bearbeiter, Dr. Dieter ( 
mann, MarburgfLahn, seit Jahren mit 
Problemkreis der Schönen Madonnen b 
hat zu jedem Exponat in ausführlichen Ar 
die gesamte bisherige Literatur und Forst 
sorgfältig verarbeitet. Diese Katalogtext 
den ein wichtiges Hilfsmittel für die w 
 
 

	        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.