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Full text: Monatszeitschrift IV (1901 / Heft 6 und 7)

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eigen gemacht, speciell die 
Anwendung von Schablonen 
für Tapeten. 
Die Wände der Vorhalle 
sind mit einem braunen, sei- 
denartigen Papier verkleidet, 
das von einem Fries aus 
„SargiaWTuch gekrönt ist. 
Or vieux, braun und grün sind 
die Farben des Frieses, ein 
conventionell behandeltes 
„Hirsch und Baum"-Muster. 
Die Möbel sind aus lichtem 
Eichenholz gezimmert, ele- 
gant in der Form und äusserst 
zweckmässig. Originell sind 
auch die Flügelthüren aus ge- 
triebenem Kupfer, durch wel- 
che der Kamin abgeschlossen 
werden kann. Die drei Felder 
in der Holzverkleidung über 
dem Kamin sind von C. Goldie 
mit den Wappen von Eng- 
land, Schottland und Irland 
. bemalt. 
__ , ,_, Aus dieser Vorhalle, die - 
Kunstgewerbeschule des k. k. Österreichischen Museums, Allgemeine wie dlCS in England SO  
Abtheilung (Professor Alfred Roller), Placaxentwurf von Anton Kling der  ist _ eigentlich einen 
gemüthlichen Wohnraum bil- 
det, tritt man in das Speisezimmer, wo Roth und Schwarz die vorherrschenden 
Farben sind. Anstatt der üblichen Tapeten ist hier ein rother Stoff mit verticalen 
Streifen und regelmässig wiederholten heraldischen Löwen und Tudor-Rosen 
alsWandverkleidung verwendet. Die Stühle - aus schwarz gebeiztem Eichen- 
holze, wie alle übrigen Einrichtungsstücke - sind mit rothem Leder überzogen. 
Eine wunderschöne Wirkung ist durch Anwendung von glänzend polirtem 
Aluminium für alle Metallbeschläge, Kaminthüren, elektrische Beleuchtungs- 
körper etc. erzielt. Sogar der der Credenz einverleibte Spiegel ist nicht aus 
Glas, sondern aus diesem so selten im Hause verwendeten Metalle. In dem 
Felde der I-Iolzverkleidung über dem Kamine befindet sich ein Basrelief: 
„A story from the Veldt" von M. Lawrence und eine Scene aus dem Buren- 
krieg vorstellend. Von demselben Bildhauer ist auch eine famose Statuette 
des schneidigen Cavalleriegenerals French im „Ante-room". 
Der nächste Raum ist ein reizendes kleines Boudoir mit lichter Holz- 
vertäfelung, deren Felder mit „Sarras", einer Art Spitzentapete in Relief
	        
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