MAK

Volltext: Monatszeitschrift IV (1901 / Heft 11)

 
Ch. Ashbee, Eintrittshalle von Nr. 39 Cheyne Walk 
ausgedehntes Oberlicht beleuchtet, die Wände und das Holzwerk der 
Zimmer gleichmässig in Cremefarbe angestrichen. Wenn man sich innerhalb 
des Hauses befindet, glaubt man auf dem Lande zu sein, denn da gibt es 
Nichts, um einen an die oft citirte Behauptung zu erinnern, dass London 
synonym für Schmutz und Düsterheit ist. Ashbee strebt in allen seinen 
Constructionen nach Licht und Luft; er vermeidet schmale Gänge und 
gerade aufsteigende Treppen, und hasst den viereckigen Raum. Er nützt 
jeden Zoll aus und plant die Gestaltung der Zimmer demgemäss; das 
Speisezimmer von Nr. 39 Cheyne Walk dient als Illustration seines 
diesbezüglichen Geschickes. Es ist dreieckig und erweitert sich in ein 
V-förmiges Erkerfenster, welches auf einen altmodischen, mit Fliessen 
ausgelegten Garten ausblickt. 
Die Decoration des ganzen Hauses ist einfachster Art und durchaus 
harmonisch. Besonders gut ist die Behandlung der Halle mit hoher 
Buchbaumholz -Verkleidung und mit einem seltsamen Friese, welches die 
von Ashbee in Cheyne Walk erbauten Häuser darstellt. 
In seinem eigenen Hause Nr. 73 sind die Interieurs complicirterer 
Art, und obgleich Ashbees Geschmack auf strenge Einfachheit gerichtet 
61'
	        

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