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Volltext: Monatszeitschrift IV (1901 / Heft 11)

Ch, Ashbee. Studirzimmer eines Londoner Hauses 
vorhandenen Übel in der Gründung von Arbeits- und Handwerks-Gilden, 
deren Zweck die Förderung der moralischen sowohl, als auch der künstle- 
rischen Erziehung des Handwerkers ist. 
Seinem tastenden Versuche in dieser Richtung ist der wohlverdiente 
Erfolg nicht ausgeblieben. Es ist dies eine Ermuthigung zur Hoffnung auf 
weitere Entwicklung. 
Das von seinen Fähigkeiten umfasste Gebiet ist ein universell weites, 
denn wohl mag man sagen, dass es keinen Zweig angewandter Kunst gibt, 
dem er nicht zu irgend einer Zeit seine besondere Aufmerksamkeit gewidmet 
hat. Seine Entwürfe für Stoffe, welche dem grossen Publicum unbekannt 
sind, sind reizend, originell in der Zeichnung und wunderschön in der Farbe. 
In seinen Entwürfen für silbernes Tischgeräth hält er sich strenge an 
die alte Einfachheit der Formen, die zur Zeit der Königin Elisabeth in Mode 
war, und adaptirt dieselben für Verwendung von farbigem Email in ver- 
schiedenen feinen Farben. 
Wir sind gegenwärtig von einer Sündflut billiger Nachahmungen jenes 
Stiles bedroht, der bei uns am besten unter dem Namen „L' Art Nouveau" 
bekannt ist. Dies bezieht sich sowohl auf Möbel, als auch auf verschieden- 
artige Gegenstände decorativen Hausrathes. In den fashionablen Läden 
von Paris, Berlin und Petersburg finden wir an allen Ecken und Enden
	        

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