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Volltext: Monatszeitschrift V (1902 / Heft 3)

 
Ausstellung in Bufialo, Lehnstuhl, Missionsstil, von 
Joseph P. Mc. Hugh. New-York 
und auch die ganze Möblirung des 
„New-York State Building" be- 
sorgt, allerdings wenig in Har- 
monie mit der Bauart derselben in 
griechischer Ternpelform, da die 
Möbel klösterlicheFormentragen. 
Mc. Hugh hat die Inspiration für 
seine Möbel durch einen alten 
spanischen Stuhl aus Californien 
empfangen, wie ihn die ersten 
Missionäre zu benutzen pflegten, 
die nachAmerika kamen. Er baute 
sich ein completes Schema für 
handgefertigte Möbel und Innen- 
decorationen zurecht, auf den 
spanischen, holländischen undalt- 
englischen frühen Stilarten basi- 
rend, wie die ersten Missionäre 
sie herüber verpflanzten. Die ein- 
heimischeEsche, nach denFarben 
der Natur gebeizt, eignete sich am 
besten dazu, die einfachen, massiven und geraden Linien dieses Stiles 
wiederzugeben. Die Sitze sind von Binsen, Rosshaar, Flachs und Leder. 
Nur Naturproducte werden gewählt. Die Anregung für Schaffung dieses 
neuen amerikanischen Nutzstiles verdankt Mc. Hugh, wie er bekennt, William 
Morris, aber da die Missionäre, nach deren primitiver Möbelfabrication er 
seine Muster wählte, zwar Spanier, Holländer und Engländer waren und 
von dort ihre Arbeitsweise mitbrachten, dieselbe aber hiesigen Verhältnissen 
anpassten und mit hiesigem 
Material arbeiteten, so prä- 
tendirt Mc. Hugh, indem er, 
auf jene Missionsarbeiten 
basirend, weiter gearbeitet 
hat, einen amerikanischen 
Stil erfunden zu haben, der 
hier die Nutzkunst vertreten 
und dem Luxus steuern soll. 
Für die engen New-Yorker 
Wohnungsverhältnisse, so- 
wie überhaupt für Gesell- 
schaftsräume eignet er sich 
wenig, seiner Plumpheit 
wegen, sondern taugt be- 
sonders für grosse Hallen 
Ausstellung in Buffalo, Ruhebank zum Schaukeln, Missionsstil, 
von joseph P. Mc. Hugh. New-York 
 
	        

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