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Volltext: Monatszeitschrift V (1902 / Heft 3)

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Mitglieder der „Glasgow-Schule", deren Ruf 
innerhalb der letzten Jahre sich über den ganzen 
Continent verbreitet hat, sind nicht mit den 
Angehörigen der Glasgow-Kunstschule zu ver- 
wechseln - ein Irrthum, dem Viele anheim- 
gefallen sind. Die Glasgow-Kunstschule, an 
deren Spitze Professor Francis Newbery steht, 
ist ein Sprössling der South Kensington-Schulen 
und ward in Glasgow zur Erziehung von 
Studenten in jeder Art von Kunstindustrie so- 
wohl als auch in Zeichnen, Malerei und Bild- 
hauerei gegründet. Es entspricht dem natürlichen Laufe der Dinge, dass der 
Einfluss jener Männer, deren Methoden neues Leben und neuen Geist in die 
englische Porträt- und Landschaftsmalerei eingehaucht haben, sich auch in 
den Kunstschulen ihres eigenen Landes stark fühlbar machte. Dieser Ein- 
fluss macht sich denn auch heute stark bei jenen jungen Künstlern der 
schottischen Schulen geltend, welche sonst absolut keine Berührungspunkte 
mit den ursprünglichen und unabhängigen Gründern der „Glasgow-Schule 
der Malerei" haben. 
Eine kleine Anzahl talentvoller Schotten, beseelt von demselben künst- 
lerischen Gefühl und Ziel, scharte sich unter 
der Leitung eines gewissen Macgregor zu- 
sammen. Nach den Worten eines Mitgliedes 
der kleinen Bande waren sie „Repräsentanten 
einer Bewegung zur Förderung aufrichtiger, 
ernster Arbeit und zur Entwicklung künstle- 
rischer Individualität". 
Die Originalführer der Bewegung waren 
Lavery, Walton, James Guthrie, Crawhall, Mac- 
gregor, Roche, Henry, Hornel, Macaulay Ste- 
venson, Paterson, Kennedy und Dow, welchen 
sich später unter anderen Gauld, Stuart Park, 
D. Y. Cameron, Grosvenor Thomas, Reid 
Murray, Whitelaw I-Iamilton, ]. Kerr Lawson, 
Harrington Mann, Harry Spence und George 
Pirie anschlossen, eine stattliche Liste von 
Namen! Eine der Haupteigenheiten der Orga- 
nisation dieser Schule war das jedem Mitgliede 
zustehende Recht, die Unabhängigkeit des 
Stiles zu bewahren, und so kommt es, dass 
trotz des allgemein vorherrschenden, gemein- E,A,w,1m„,1vnss Ben, Mime 
 
 
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