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Volltext: Monatszeitschrift V (1902 / Heft 5)

Drolerien belebt sind. 
Den Mittelpunkt dieser 
Darstellungen bildet 
eine leicht geschützte, 
manchmal in dünne 
Gaze gehüllte, hie und 
da auch ganz nackte 
weibliche Gestalt von 
schlanken Formen, die 
durch ihre ständigen 
Attribute, Wasserkübel 
und Badequast, als 
Bademädchen charak- 
terisiert wird. 
In vielfach wech- 
selnden Szenen er- 
scheint an ihrer Seite 
die Gestalt eines Man- 
nes, zumeist als Gefan- 
gener, in einem Buch- 
staben W oder E; der 
Buchstabe ist zuweilen 
deutlich ein Block, in 
den der Mann mit Ket- 
ten eingeschlossen wird. 
 
Wenzelsbibel (cod. 275g Ä 2764) 
Dieser Umstand, sowie die Attribute, mit denen die Figur ausgestattet 
erscheint, lassen keinen Zweifel darüber zu, dass es der König selbst ist, 
dem sich die eigenartige Sorgfalt des Bademädchens zuwendet. Eine 
Stimme, die man gerne hört, hat sich dahin ausgesprochen, dass in dem Bade- 
mädchen niemand anderer zu sehen sei, als des Königs zweite Gemahlin 
 
Spruchband aus dem Elememarlehrbuch Maximilian (1.) (cod. 2368) 
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