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Volltext: Monatszeitschrift V (1902 / Heft 6 und 7)

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mit derjahreswende 
die Vorstellung, dass 
zur Zeit, da die Erde 
mit Schnee bedeckt 
ist und die Feldarbeit 
ruht, Gelegenheit 
zur Rast und Erho- 
lung geboten sei; da- 
her der „schmau- 
sende und poku- 
lierende januar- 
repräsentant", und 
daher auch hier, in 
verfeinerter Auffas- 
sung, die D arstellung 
des Mahles eines 
vornehmen Herrn, 
über den sich ein 
purpurner Trag- 
himmel erhebt, und 
den vier Aufwärter 
geschäftig bedienen. 
Auf abgerundeten, 
durch Ranken- und 
Blütenornament 
verbundenen Fel- 
dern sieht man die 
Zurüstung zum 
- -- Mahle, und zwar 
Gebetbuch (cod. 1855) Sowohl für Trank 
wie auch für Speise. 
Ein Hausoffizier, mit Degen bewehrt und mit einem Stab in der Hand, 
überschaut in leicht zurückgewendeter Haltung den Schanktisch, auf dem 
Gold- und Silbergeschirre blinken, und auf dessen unterem Teile man 
wieder die goldenen Lilien, diesmal auf blauem Grunde, wahrnimmt; 
darunter ein bankartiger Anrichttisch für die Speisen, auf dem ein mächtiger 
Braten transchiert wird. Ebenso typisch, wie diese den oberen und rechten 
Rand füllenden Monatsdarstellungen auf einem Haupt- und zwei Neben- 
feldern, sind auch auf dem unteren Teile der einzelnen Kalenderblätter 
die kirchlichen Darstellungen. Rechts erscheint regelmässig eine Gestalt 
des alten Testamentes mit einem Apostel des neuen Testamentes, über die 
sich zwei gewundene Spruchbänder erheben, hier Jeremias und der heilige 
Petrus mit dem Schlüssel. Links davon, die Mitte des unteren Randes ein- 
nehmend, ein schlanker Bau mit gotischem Giebel. 
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