MAK

Volltext: Monatszeitschrift V (1902 / Heft 8 und 9)

 
Ausstellung in Turin, Bronzelampe von 
TiHany 8: Co., New-York 
an Biedermeierformen (vornehmlich 
bei den Stühlen) sind sie sehr modern 
gedacht und wirken korrekt und 
appetitlich; vielleicht sind sie in 
manchen Details ein bischen schwer- 
Ausstellung in Turin, Bronzelampe von   nüchtern'_ Reizände poly- 
Tiffany a C0..New-York chromierte Ledertreibarbeiten, deren 
Blumendekor von guter Naturbeob- 
achtung und feinem Verständnis für 
die Anforderungen und Grenzen der Technik zeugt, hat hier Frau Voortman 
ausgestellt. Das angrenzende Arbeitszimmer von A. Crespin und L. Sneyers 
macht trotz mancher schöner Einzelheiten keinen sehr angenehmen 
Eindruck; die Verwertung zahlreicher handgewebter Panneaux macht das 
Zimmer im höchsten Grade unruhig. Das weitaus Hervorragendste in 
der ganzen Abteilung sind zweifellos die Silberarbeiten und insbesondere 
die Schmucksachen von Wolfers. Schon in Paris hatte das Brüsseler Haus 
Aufsehen erregt. In der Richtung, die damals in seiner Exposition über- 
wog, der Elfenbeinplastik in Verbindung mit Edelmetall, hat es in Turin 
einen grandiosen Beleuchtungskörper ausgestellt, eine in Elfenbein 
geschnitzte Statuette der Juno; auf einem Marmorblock sitzend, von einem 
Pfau begleitet, hält sie eine elektrische Lampe, deren Schirm aus Pfauen- 
federn gebildet ist. Der Pfau, der Schirm der Lampe und die Kopf- 
bedeckung der Figur sind aus vergoldetem Silber gearbeitet; die Augen 
der Federn werden durch Opale und bläuliches Ajouremail dargestellt. 
Im Schmuck ist Wolfers von grosser Vielseitigkeit der Erfindung: er nähert 
sich darin beinahe Lalique, doch ist er etwas schwerfälliger, massiver 
als dieser und vor allem bunter. Hält man sich den Unterschied im Volks- 
 
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