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Volltext: Monatszeitschrift V (1902 / Heft 10)

 
G. MorXand, Das Innere eines Stalles 
Während seiner Werdezeit und in den frühen Tagen seines Ehelebens 
malte Morland die Bilderserie, welche häusliches Glück und Liebe behandelt, 
und andere Bilder, welche die üblen Früchte von Leichtsinn und Faulheit vor- 
führen, und in welchen Hogarths Einfluss unverkennbar ist. Zu dieser Serie 
gehören „I-Iow sweet 's the love that meets return", „The Lass of Living- 
stone", „Valentine's Day" (Kensington Museum), „Die glückliche Familie", 
„Der Heissige Handwerker" und die „Laetitia"-Serie. Zur selben Zeit schuf 
er auch jene Typen frischer, englischer Mädchen, welche, was anmutige 
Grazie und Gefühlszartheit betrifft, ganz einzig dastehen. Eine seiner erfolg- 
reichsten Genre-Kompositionen, welche in diese frühere Periode fällt, ist 
„Die famose Geschichte", von Ward gestochen, welche zwei Mädchen im 
Bette vorführt, deren eine der anderen aus einem Buche vorliest. Dieses 
Bild ist sehr geschickt komponiert und hat höchst wirkungsvolle Kontraste 
von Licht und Schatten. 
Dann kamen seine reizenden Studien aus dem Kinderleben, unter 
welchen „Soldatenspielende Kinder" als bestes Beispiel von Gruppierung 
und malerischer Erzählung Erwähnung verdient. Von Dawe erfahren wir, 
dass Morland es liebte, Kinder um sich zu versammeln und sie ermunterte, 
herumzuspielen, so dass er einstweilen schnelle Skizzen ihrer Bewegungen 
und Posen notieren konnte. Hierin und in der natürlichen Sympathie seines 
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