MAK

Volltext: Monatszeitschrift V (1902 / Heft 10)

Ausstellung in Düsseldorf, Zimmereinrichtung von H. Koch, Haus H. Sxroucken-Krefeld 
waldkreis, dem Kannenbäckerland; neben Grenzhausen ist es hier vor allem 
Höhr, dort in der Saargegend Mettlach, das durch rege, zum Teil neuartige 
Tätigkeit erfreut. l-Ianke in Höhr zieht durch seine Glasuren die Aufmerk- 
samkeit auf sich, sein Material ist echtes graues gesintertes rheinisches 
Steinzeug, die Glasuren sind bei sehr hohen Temperaturen gebrannt, so dass 
Glasur und Scherben fast eins ist. Der matte, der Salzglasur ähnliche Glanz 
wird durch porös gerauhte Oberfläche erzielt, wodurchder Steinzeugcharakter 
trefflich betont wird. Grosses Gewicht legt Hanke auf künstlerische Farben- 
effekte, vorherrschend sind rote, violette, blaue Töne, auch graue, in ver- 
schiedenster Mischung und Verteilung; die roten, matten chinesischen 
Glasuren stehen an Wirkung und Kunstwext zweifellos obenan. Die Er- 
neuerung der altrheinischen Steinzeuge, an welcher sich auch Marzi 8: Rems 
in Höhr und Meckelbach 8: Wick in Grenzhausen tüchtig schaffend beteiligen, 
ist dankbarst und freudigst zu begrüssen, aber die Verbindung mit der lokalen 
Tradition besteht doch nur mehr in der Wahrung der grauen Masse und der 
alten bewährten Brenntechnik, Formen und Farben sprechen eine ganz neue 
Sprache, die überlieferten Lokaleigentümlichkeiten verschwinden allmählich 
unter dem nivellierenden Einflusse der modernen Richtung; neue örtliche 
Züge müssen sich erst wieder herausbilden. Besondere Beachtung ver- 
dienen die mannigfaltigen Leistungen der weitverzweigten Fabriksnieder-
	        

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