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Volltext: Monatszeitschrift VI (1903 / Heft 1)

diese Kunst im XVII. und 
XVIII. Jahrhundert auch 
in diesem Lande mit Er- 
folg geübt wurde. Zuerst 
mehr an französische, 
dann an englische Vor- 
bilder sich anlehnend, bil- 
den die schottischen Ein- 
bände doch eine eigene 
Gruppe mit charakteristi- 
schen, leicht bestimm- Glasschale, entworfen von Otto Hofner, ausgeführt von 
baren Merkmalen. Als J- äI-'L"bmeY' 
Kuriosum sei erwähnt, 
dass bei nahezu allen Edinburgher Einbänden ein in Augsburg erzeugtes 
Vorsatzpapier eigener Technik verwendet ist. Auch im irländischen Ein- 
band scheint sich im XVIII. Jahrhundert ein charakteristischer Typus 
herausgebildet zu haben, als dessen Merkmal Einlagen von buntem Leder 
in rotem Grunde, dann die Verwendung von Tiermotiven in den Ornamenten, 
bezeichnet werden kann. 
Im XIX. Jahrhundert hat der englische Bucheinband die Phasen des 
Kunstgewerbes überhaupt mitgemacht. In der ersten 
Hälfte des Jahrhunderts zunehmende Nüchternheit 
mit übertriebener Zuhilfenahme mechanischer und 
maschineller Arbeitsmittel. Dann erwachendes Inter- 
esse und daher Zurückgreifen auf ältere Stil- und 
Arbeitsweise, endlich Anwendung der teils naturalisti- 
schen teils phantastischen Motive 
des„NewStyle".Bedford,Riviere, 
Zaehnsdorf, in neuester Zeit die 
I-Iampstead Binders und die Guild 
of Women Binders stellen die 
englische Buchbinderkunst in 
ihrer höchsten technischen und 
künstlerischen Vollendung dar. 
Für den englischen Einband cha- 
rakteristisch ist es geblieben, dass 
bei aller Kostbarkeit oder besser 
gesagt Kostspieligkeit die prakti- 
sche Verwendung des Buches auf 
dem Lesetisch und im Bücher- 
schrank niemals ausser Augen ge- 
lassen wird. England mag dem- 
Vase, ausgeführt in der nach das Land de  e  - _ 
Glashütte J.Lötz' Witwe. s d alen lbho Vase, ausgeführt in der Glashüne 
Klostermiihle thekseinbandes genannt Werden- ].Lötz'Witwe, Klosterrnühle 
 
 
	        

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