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Volltext: Monatszeitschrift VI (1903 / Heft 2 und 3)

Stelle untergebracht ist, wird der crasse Unterschied zwischen den beiden 
Behandlungsweisen zutage treten, wahrscheinlich zum Schaden Brangwyns, 
der allein als leuchtendes, aber der Masse unverständ- , 
liches Beispiel inmitten unkompetenter Bildermaler ' 
dastehen wird. 
Dies ist jedoch eine Abschweifung. Um auf unsere 
Ausstellung zurückzukommen, müssen vor allen 
Dingen die farbigen Gips- und Gessoreliefs von 
R. Anning Bell erwähnt werden. Auch er ist ein 
Künstler, der, obgleich er wiederholt bewiesen hat, 
dass er als Maler im gewöhnlichen Sinne des Wortes 
Vortreffliches leisten kann, sich fast ausschliesslich 
auf dekorative Flachskulpturen und Buchillustrationen 
beschränkt. Seine Ex-Libris sind weltberühmt; seine 
Illustrationen oder vielmehr Linienverzierungen zu 
den Werken englischer Dichter, wie Keats und Shelley, 
gehören zu den besten Leistungen moderner englischer 
Kunst. Ein gewisser Typus graziöser Frauengestalten Ans a Crafts Ausstellung in 
wird stets mit seinem Namen verbunden bleiben.  
Dieselben Gestalten erscheinen wieder auf se1nen pfasgrhvgnMfIQMfS_AIGQSHn 
Reliefs, deren eines, „Flora", hier reproduziert ist. 
Die Wirkung dieser Botticellfschen Figur ist durch die zarten, flachen 
Farbentöne des Originales bedeutend erhöht. 
Von entschiedenem 
Interesse ist die Stickerei- 
und Prachtstickerei-Abtei- 
lung der Arts 8c Crafts Aus- 
stellung. Was hiervor allem 
auffällt, ist die durchaus 
gesunde, zweckgemässe 
Rückkehr zu anerkannt 
gutenStilen, dasAussterben 
der exzentrischen „art 
nouveau"-Motive und das 
Streben, die Schönheit und 
Sorgfältigkeit der Aus- 
führung zur höchsten Stufe 
der Vollendung zu bringen. 
Das „Nadelbild",besonders 
wenn es in realistischer 
Weise behandelt ist, mag 
wohl nicht als höchsteForm 
Arts ü Crafts Ausstellung in Lon- der Stickereikunst gelten, Ans 8: Crafts AusslellunginLon- 
don, Goldgehänge mit Opalen und _ _ den, Silbergehänge mit Perlen 
Perlen, von Edgar Simpaon kann aber nlcht mit Ver" und Opalen, von Edgar Simpson 
 
 
	        

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