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Volltext: Monatszeitschrift VI (1903 / Heft 6 und 7)

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Schubladenkasten, Mahagoni, poliert, mit Ahorn-Einlagen und Bronzebeschlägen, von J. N. Geyer, 
Innsbruck, 1838 
uns ungenügend nur durch ihre Primitivheit; grundsätzlich befriedigt 
sie uns durch den Gegensatz zwischen dem einen I-Iauptakzent und den 
zwei Nebenakzenten. Alle Symmetrie ist akzentlos, wenn sich die zwei 
Symmetrieseiten um eine nur gedachte oder schwach markierte Mittellinie 
(Achse) gruppieren; in dem Masse der Betonung dieser gibt sie einen 
Anfang von Akzentspiel. Doch auch dann lässt sie durch die Gleichheit ihrer 
Flügel unsere Forderung unerfüllt. Die Naturkraft dieser Forderung aber 
treibt hier zu der wohlbekannten „Überwindung der Symmetrie": sie drängt 
nach einer Vergrösserung des einen Flügels und schafft dadurch ein Gegen- 
spiel zwischen „Major" und „Minor". Verhalten sich diese zueinander 
ebenso wie das Ganze zum Major, so liegt das Verhältnis des „Goldenen 
Schnittes" vor - ein idealer Fall der Verteilung von Leicht und Schwer, 
und in stärkerer oder 
schwächerer Annähe- 
rung ein überaus häufig 
verwirklichter Fall - 
übrigens ebenfalls wieder 
ein Angriffsobjekt für 
den Naturtrieb nach 
Überwindung des zu 
wenig Verschiedenen, 
so dass schliesslich auch Knieschemel, Mahagoni, poliert, mit Ahorn eingelegt 

	        

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