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Volltext: Monatszeitschrift VI (1903 / Heft 6 und 7)

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Bett, Mahagoni, poliert, mit Ahorn-Einlagen und Bronzebeschlägen, von j. N. Geyer, 
Innsbruck, x838 
nur ein Jambus im Grossen! Unsere Kleidung wird nicht wohl ihre Haupt- 
akzente bei den Handschuhen, unsere Wohnungseinrichtung wird die ihrigen 
nicht wohl bei der Eingangstüre beginnen, und eine ästhetische Stadtanlage 
wird zu einem grossartigen Anblick durch eine Annäherung führen, bei der 
dieser erst noch verdeckt ist. Nicht allzusehr hinkt dabei der Vergleich mit 
Kern und Schale. Zahlreiche kunstgewerbliche Werke entfalten ihre Einzel- 
heiten aus einem Hauptteil heraus, mag dieser nun in der Mitte stehen oder 
nicht, mag er direkter Ausdruck einer Idee sein 
oder nicht, mag er (beim Nachbilden pflanzlicher 
Motive) einen Pflanzenstamm darstellen, aus 
welchem Äste und Ranken emporwachsen oder 
abwärts steigen, die hinwider das Übrige in dem 
Sinn gliedern, dass sie zwischen sich das gleich- 
förmige Material der Vase oder dergleichen er- 
blicken lassen. 
Die bildende Kunst kann jedes ihrer Mittel 
zur Gegeneinanderstellung von Akzenten ver- 
wenden. Ihren Gedankeninhalt wird sie zwar 
durch alle Teile dringen lassen, jedoch in den 
einen mehr zur Geltung bringen („offenbaren") 
als in anderen. Ihre Gestaltung wird dreifach spucknapg, Mahagmm 1,01m, 

	        

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