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Volltext: Monatszeitschrift VI (1903 / Heft 8 und 9)

in 
Eingang des Jägerwolle-Ladens in Edinburgh 
Treppen bekanntlich mehrfach auf. Nachdem Fischer von Erlach sie am 
Palais Clam-Gallas in Prag und am Liechtensteidschen Majoratspalais in 
Wien verwendetf erscheinen sie daselbst in obiger Eigenschaft auch an 
Zinspalästen wie der Trattnerhof und selbst an Gebäuden von minderer 
Qualität und Dimension. An Treppen verwendet sie derselbe Meister im 
Trautsohnpalais und, wie wir sehen, als Träger des obersten Podestes im 
k. k. Finanzministerium, Hildebrandt als Stützen einer ganzen Etage in 
bekannter grossartiger Weise im Belvedere. Von seinem ersten Auftreten in 
der Renaissance bis in das achtzehnte Jahrhundert hinein erfahrt das Karya- 
tiden- und Atlantenmotiv in Italien eine wechselvolle Entwicklung. Sie an 
einzelnen Denkmälern, wie an den Wasserkünsten der Villa d'Este in Tivoli 
und der Villa Torlonia in Frascati, wie im Justizpalast in Mantua, den Palästen 
Marini und Leoni in Mailand und vor allem an den berühmten Fresken Anni- 
bale Carraccfs" in Palazzo Farnese eingehender zu verfolgen oder den Ein- 
Büssen nachzugehen, welche Erfindungen nordischer Meister, eines De Vries 
zum Beispiel und namentlich die Stiche nach Rubens'Pompa introitus auf sie 
ä Sollte dieses nicht doch von Hildebrand: sein? Die "Treppengeländer aus Schnörkelwerk" sprechen 
eher dafür als dagegen. 
"i Abbildungen dieser Bauwerke in "Durch ganz Italien". Palazzo Leoni auch bei Durm, Handbuch der 
Architektur II. 5. S. x69. Die Kupferstiche nach Carracci sind allgemein bekannt.
	        

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