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Volltext: Monatszeitschrift VI (1903 / Heft 8 und 9)

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„Falkenjagd", Keramischer Wandschmuck in „HarrocYs Srores" von W. J. Neatby 
denen die Symbole der Hauptlogen des Nordens, Südens, Westens und 
Ostens abgebildet sind. 
Auf den grossen, bogenförmig abgeschlossenen l-Iauptfeldern der 
Wände (die vierte Wand ist mit Fenstern versehen, welche keinen Raum 
für grosse Flächen lassen) ist die Freimaurerei als Zähmerin der niedrigen 
menschlichen Leidenschaften dargestellt. Diese drei dekorativen Gemälde, 
in flachen Tönen ausgeführt, sind fast geometrisch in der konventionellen 
Symmetrie der Anordnung. Byzantinisch-hierarchisch thront in der Mitte 
eine majestätische Frauenfigur. An die Ketten, welche von beiden Händen 
in regelmässigen Kurven auslaufen, sind in einem Panneau zwei Leoparden, 
im zweiten zwei riesige Schlangen und im dritten zwei Pfauen gefesselt. 
S0 händigt der Geist, das Prinzip 
des Freimaurertums, die durch die 
drei Tierarten symbolisierten Leiden- 
schaften und Laster: brutale Kraft und 
Gewalt, niedrige Arglist und Tücke 
und leeren Dünkel, Eitelkeit und Hoch- 
mut. Der Raum, der durch ein paar 
ganz unzulängliche, schmale, blei- 
gefasste Fenster bei Tag elend be- 
leuchtet ist, hat des Abends, wenn die 
in Gruppen über die Decke verteilten 
elektrischen Glühlichter in heller Pracht 
erglänzen, eine eigentümlich festliche 
Stimmung, wie sie für einen Frei- 
maurer-Versarnmlungsort kaum besser 
zu denken ist. 
,,Fa1kenjagd"Keramischerwandschmuck in„l-larrod's i t 
Stores" von W. j. Neatby 4, 

	        

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