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Volltext: Monatszeitschrift VI (1903 / Heft 8 und 9)

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, von W. J. Nealby 
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Keramischer Wandschmuck im 
 
Grundlage bis zum Dache aus polychromer Keramik. Der rein architek- 
tonische Schmuck beschränkt sich auf zwei säulengestützte Ziertürmchen 
mit Metallkuppeln zu beiden Seiten des pyramidal geformten Aufsatzes 
über dem letzten Stockwerke. Der Bau selbst ist aus Blöcken von 
emaillierter Terrakotta mit matter Oberfläche ausgeführt, während der 
omamentale und figurale Schmuck, der Fries über dem Erdgeschoss, 
der Engel im Zwickel zwischen den beiden Fenstern des ersten Stockes, 
die Gestalten von Gutenberg und W. Morris, dem Vater der Buch- 
druckerkunst und dem kühnen Neuerer, der das Handwerk wieder zur 
Kunst machte, und die allegorische Figur der „Wahrheit" mit Spiegel 
und Lampe aus glasierten Ziegeln hergestellt sind. Die Farbenwirkung 
wird noch durch das glühende Email der Felder des Eingangsgitters und 
durch andere Details erhöht. 
Es wäre eine lächerliche Übertreibung, die Fassade der Everard'schen 
Druckerei als tadelloses Kunstwerk zu preisen. Aber die Fehler liegen 
grösstenteils in den unüberwindbaren Schwierigkeiten, die das ungewohnte 
Material der architektonischen Behandlung entgegensetzt, und die Vorzüge, 
welche die Wahl des Materiales mit sich führt, sind so augenfällig, dass der 
Bau als kühnes Experiment, als erster Schritt in einer Richtung, welche voll 
Versprechen für zukünftige Entwicklung ist, fast als epochemachend 
bezeichnet werden kann. Es beweist die Möglichkeit, das Strassenbild der 
sonst so düster grauen englischen Manufakturstädte freundlicher und farben- 
froher zu gestalten, und zwar nicht temporär, durch Methoden, die dem 
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