MAK

Full text: Monatszeitschrift VI (1903 / Heft 10)

Kompositionen 
entlehnte er teils 
der Mythologie, 
teils der amerikani- 
schen Geschichte. 
„Winfrid Dysart", 
„Nydia", „Das 
romanische Mäd- 
chen" gehören zu 
seinen besten Ar- 
beiten. Er starb 
schon 1884. 
Ryder, der letzte 
der Romantizisten, 
ein Sonderling, des- 
sen Kunst auf den 
Alten beruht, der 
selten, aber nur Ei- 
genartiges ausstellt, 
sei noch als sehr 
bedeutend erwähnt. 
Auf einen unserer 
grössten epoche- 
machenden Maler, 
der ebenfalls schon 
dahingegangen, 
wenn auch erst vor 
wenigen Monden, 
Whistler,   A. jongers, Porträt der Mrs. Louise Mc. Alliste 
nicht näher ein- 
gehen, ebensowenig auf Sargent oder Edwin Abbey, denn sie sind in 
Europa hinreichend bekannt, leben oder lebten mehr dort als in Amerika, 
also können wir sie gar nicht ganz als die unseren proklamieren. Schon die 
Nennung der Namen genügt aber, um zu beweisen, dass es uns an genialen 
Künstlern amerikanischer Geburt nicht mangelt. Es sei darum hier nur einer 
Dame Mrs. Amanda Brewster Sewell gedacht, der letzten Winter von der 
Akademie der Preis für das beste Figurenbild zuteil wurde. „Die heilige 
Hekatombe", ein römisches Fest, isteine der hervorragendsten Kompositionen, 
die in den letzten Jahren in Amerika produziert worden. Frau Sewell zeichnet 
sich auch als Porträtmalerin durch sehr nobel gehaltene weibliche Bildnisse 
aus, die an die englische Schule des Sir josuah Reynolds, Lawrence etc. 
gemahnen. Ihr Gemahl ist ebenfalls Maler und seine dekorativen Wand- 
malereien, meistens halb mystische Sagenstoffe in prärafaelitischer Weise 
behandelt, zieren viele unserer Millionärspaläste und Klubs. 
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