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Volltext: Monatszeitschrift VI (1903 / Heft 10)

G. Timken Fry, Auszug aus dem Dorfe 
genannt. Eine andere Rasse unserer Mitbewohner hat sich ein junger 
Künstler Namens Harry Roseland auserwählt. Er widmet seine farbenreiche 
Palette fast ausschliesslich den Schwarzen. Die Neger in ihren Eigentüm- 
lichkeiten und Gewohnheiten, der gewollte und besonders ungewollte 
Humor ihrer Persönlichkeit, deren Kontrast zu heller angelsächsischer 
Schönheit - das malt Roseland mit grosser Verve und durch seinen 
eminenten Sinn für Farbenharmonie weiss er in seine Bilder, die eigentlich 
Menschen von abstossender Hässlichkeit darstellen, Schönheit zu bringen. 
Und wieder eine andere Spezies unseres amerikanischen Lebens hat 
sich J. G. Brown erwählt, einer der Senioren unserer Kunst, dem ich es 
eigentlich abzubitten habe, dass er durch die Folge der Einreihung erst hier 
genannt wird, denn er ist einer der ältesten lebenden Repräsentanten der 
amerikanischen Kunst. Seine Schuhwichsbuben sind so charakteristisch 
amerikanisch und so eigenartig, dass er in seinem langen Leben, das nun 
schon über 70 zählt, wenig Zeit gefunden hat, anderes zu malen, denn seine 
Bilder erfreuen sich grosser Beliebtheit unter dem Publikum. Sein Atelier ist 
ganz als Schuhwichsbude eingerichtet. 
Ein anderer Senior unserer Kunst ist F. G. Church. Auch er hat eine 
besondere Spezialität: durch weibliche Figuren versinnlichte Naturallegorien. 
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