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Volltext: Monatszeitschrift VI (1903 / Heft 11)

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Aus den Salzburger Fachkursen 1903, Studie für Spitzentechnik 
von Mathilde Hrdlicka 
 
dann nicht aus, wenn wir das 
übermässige Gelüste der Haus- 
frauen nach diesen Einrich- 
tungsstücken eindämmen. Dies 
ergibt nicht nur stete Konflikte 
zwischenÄsthetikundHygiene, 
sondern auch manche Konflikte 
zwischen der optischen Ästhe- 
tik und der akustischen Ästhe- 
tik der musikalischen Klang- 
wirkung. Einigermassen lässt 
sich dem schon dadurch ab- 
helfen, dass wir unsere Zimmer 
in ihrer Ausstattung unter- 
scheiden, je nachdem sie eine 
gedämpfte oder eine unge- 
dämpfte Akustik verlangen. 
Gesellschafts-, Musik-, Vor- 
tragsräume u. dgl. werden 
möglichst frei zu halten sein 
von dem schallfangenden Stoff- 
werk und je nachdem auch von dem übermässigen Nischenwerk. 
Dagegen vertragen die Räume der stillen Arbeit, der intimen Konver- 
sation, ja selbst des Kinderlebens eher einen Reichtum an all diesen 
sonst störenden Dingen. Dass die Zimmer, in denen bedeutendere Kunst- 
und Kunstgewerbewerke zur Geltung kommen sollen, die oben gerügten 
Mängel der Beleuchtung ganz besonders vermeiden sollen, liegt auf der 
Hand. Ebenso, dass „warme" Farben mehr für die stilleren, „ka1te" Farben 
mehr für die lauteren Räume taugen - wenn wir in dieser abgekürzten 
Weise sprechen dürfen. 
 
Aus den Salzburger Fachkursen 1903, „DisteW, Dekorativ: Studie für Spitzentechnik 
von Mathilde Hrdlickn
	        

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