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Volltext: Monatszeitschrift VI (1903 / Heft 11)

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Aus den Salzburger Fachkursen x9o3. Blütenstudie einer „Schafgarbw in Anwendung für Flachstickerei 
von Hedwig Schreyer 
dass zwei Zimmer einen gut zusammenhängenden Doppelraum abgeben 
u. dgl. m. 
Das alles natürlich nur unter der Voraussetzung, dass wir die weichen, 
dämpfenden Stoffe in Dekoration und Kunstgewerbe nicht grundsätzlich 
aus ihrer Herrschaft vertreiben. Mit einem einzigen Schlage von unseren 
wolligen Teppichen zum Linoleum, von Plüschmöbeln zu härterer Ver- 
kleidung, von Gardinen und Portieren zu schlichterem Fenster- und Wand- 
und Türenschmuck überzugehen, würde allerdings zu viel sein. Allein 
im Interesse der Hygiene für jegliches Zimmer und in dem der 
redenden Künste für die ihnen gewidmeten Zimmer dürfte es doch an 
der Zeit sein, diesen Übergang allmählich und sicher vorzubereiten. 
Vielleicht wird er zugleich daran mithelfen, dass wir mit der Staub- 
plage unserer Räume leichter zurechtkommen, die ja schliesslich den 
musikalischen Instrumenten, voran der menschlichen Stimme, eben- 
falls schadet. Und schliesslich werden nach dem, was wir angedeutet 
haben, akustische Fortschritte unserer I-Ieimkunst auch die optischen 
fördern.
	        
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