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fullscreen: Alte und Moderne Kunst IV (1959 / Heft 5)

 
H. P. ll-W 
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114111111. 171114111111 36 ,( 44cm 
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Rang fragen. Ferner ist bedeutsam, daß nach den Erfahrungen Gros- 
senbachers die überwiegende Mehrheit der Abnehmer bereit ist, bei be- 
tont lormalistischen Richtungen alle nur denkbaren Grade des Abstra- 
hierens und künstlerischen Umsetzens mitzumachen, vor grundsätzlich 
gcgenstandsloscn Arbeiten hingegen zurückschreckt. Selbstverständlich 
hat auch das Motiv seine besondere Bedeutung: Blumen und Vögel sind 
immer beliebt, während in der etwas prüden Schweiz überall dort, wo 
Ehefrauen beim Einkauf mitzureden haben, Aktdarstellungen buchstäb- 
lich schwer an den Mann zu bringen sind. Interessanterweise herrscht 
hinsichtlich der Beziehung zur Farbigkeit zuminde in der Schweiz eine 
Aversion gegen Lilatöne. Llnmiivglich ist es aber, eine Gcnerallinic des 
allgemeinen Geschmacks herauszuarbeiten: Die Publikation eines jeden 
einzelnen Blattes ist nach wie vor ein Abenteuer, dem Irrationnlen 
bleibt reicher Spielraum. 
 
lnhrung. Die Persönlichkeiten, die österreiehischerseits der ARTA vor- 
stehen, sind die beste Garantie für die Seriosität und den Idealismus, 
der das Unterfangen bestimmt. Ihr Hauptsitz ist in Salzburg, wo Prof. 
Slavi Snucck, selbst einer der ersten Künstler unseres Landes, die von 
ihm gegründete und geleitete graphische Lehr- und Versuchswcrksüitte 
der ARTA zur Verfügung stellte, in Wien ist sie durch die Volksbil- 
dungsinstitution „Kleine Galerie" (Ing. Gcrstmayer) vertreten. 
Zu den Mitarbeitern der ARTA gehören Prominente und weniger Be- 
kannte: Jean Lurgat hat mehrere wichtige Blätter im Rahmen der ARTA 
veröffentlicht und selbst der greise Cuno Amiet, der Begründer der 
Schweizer Moderne, verschmiihte nicht die Mitarbeit. In Österreich wir- 
ken nchen Slavi Soucek so hervorragende Künstler wie Gustav K. Bock, 
Gerhard Swoboda, Paul Flora und Kurt Moldowan mit. 
Legt man sich die Frage vor, in welcher Weise das Publikum hinsicht- 
lich der Bevorzugung oder Ablehnung einzelner Künstler und Stil- 
richtungen reagiert - die ARTA arbeitet schließlich nicht im lecren 
Raum - so sind die Ergebnisse und Erfahrungen, die Grossenbtteltcr 
machte, aufschlußrcich genug: Zunächst sei festgehalten, daß die 
Trennung in Prominente und Unbekannte weitgehend beseitigt wurde. 
Gerade in der Schweiz erwirbt ein nun schon jahrzehntelang selbstge- 
schultcs Publikum ausschließlich das, was ihm zusagt, während begreif- 
licherweisc die österreichischen Mitglieder noch stark nach Namen und 
 
jnvma Krarohvil ju 37 „KomposilionkÄ Gips- 
schnin {farbig grüngrnu, achwarz, rot, braun 
Formal 35,5 X 
Preis Fr. 12.-- 
  
(um Jugnshm m.) 
UNSERE AUTOREN 
Dr, Orlwin (Jamber wurde am 21. März 1925 in Enns, 0.0., geboren. 
[ir studierte an der Wiener UHlVCfblltÜ Archäologie, Geschichte und 
Kunstgeschichte und wurde 1950 zum Dr. phil. promoviert. Er ist MH- 
glied des Instituts für Österreichische Geschichtslorschung 1945-19?) 
Volontär in der Waffenkammer des Kunslhislorischen Museums, Seit 
1950 wissenschaftlicher Vcrtragsangestelltcr, seit 1956 Assistent. Spe- 
zialgebiet: Waffenkunde. Verschicdenv: Publikationen in den jahrbücht-rit 
des Kunsthistorischen Museums, Wien. 
Konrad xlzler-xlrlarker, geboren am 21. September 1893 in Arnau, Böh- 
men. Technische Hochschule Dresden. Universität Wien, Institut für 
Österreichische Geschichtsforschung, Dr. phil Studien über Genealogie, 
Heraldik; Wappenbuch als Privntdruck. lzinc grundlegende Studie: 
Devise, lmprese, lzmblem, in Vorbereitung. 
Dr. Erwin M. Auer. geb. 26. März 1907, Wien, Direktor der Sammlung 
historischer Prunk- und Gebrauchswagen (Wagenburg) und des Montur! 
depnts im Kunsthistorischen Museum. Mitglied des Instituts für Oster- 
reichische Geschichtsforsehung untl Mitherausgeber des "jahrbuehes 
der kunsthistorischen Sammlungen in Wien". Schrieb kulturgeschicht- 
liche Beiträge. im besonderen zur historischen Wagcnhaukunde, zur 
Ordcns- und zur Knstümkuttde. Gemeinsam mit O. Bcncsch: Historia 
Ilriderici et Maximiliani. Berlin 1957. 
SALZBURGER SOMMERAKADEMIE 
Die internationale Sommi-rakademic für bildende Kunst in Salzburg 
wird wieder in der Zeit vom 13. Juli bis 15. August ihre Seminare ab- 
halten. Oskar Kokosehkzl leitet bereits zum siebenten Male seine „Schule 
des Sehens" in erweiterten Räumen auf der Festung llßhensalzburg. 
Für die Bildl-iauerklasse wurde Hans Wimmer, München, verpflichtet 
und Konrad Wachsmann. der Pionier für neuzeitliche: Bauen, wurde 
abermals für das Seminar „Bauen in unserer Zeit" gewannen. Neben- 
kurse für Maltechnik und Lithngrziphie werden von Toni Roth und 
Slnvi Soucck geleitet. l':in ausführlicher Prospekt ist sochcn erschienen. 
Auskünfte und Prospekte heim Sekretariat, Salzburg 1. Postfach 56, 
erhaltlich. 
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