MAK

Volltext: Monatszeitschrift VI (1903 / Heft 12)

Neubau einen Stil klas- 
sischer Architektur, 
der sich den englischen 
Prachtbauten des 
XVII. und XVIILJahr- 
hunderts anschliesst, 
aber allen modernen 
Bedürfnissen Rech- 
nung trägt. Der Ent- 
wurf des Daches unter- 
scheidet sich jedoch 
von den Bauten dieser 
Periode dadurch, dass 
das Dach nicht flach, 
sondern schräge an- 
gelegt ist. Die beiden 
Fassaden sind mit 
reichen Skulpturen von 
Lloyds Registry London, Sitzhank im Stiegenhause aus Marmor, George FTamptcgn v_er_ 
dunkler Bronze und Leder, von F. Lynn jenkins sehen. Ein Relieffries 
mit Darstellungen des 
Schiffswesens läuft, von Säulen unterbrochen, unter dem Gesims des ersten 
Stockes um die beiden exponierten Seiten des Gebäudes. Weitere figurale 
Reliefs befinden sich an den beiden runden Türmchen, die mit Wetter- 
fahnen von zierlicher Form aus vergoldetem Kupfer, Darstellungen von 
Dampf- und Segelschiff, von Collcutt entworfen und von Hardman 8: Co. 
ausgeführt, geschmückt sind. Von Frampton sind ferner die hier reprodu- 
zierten Bronzefiguren an der Fassade, symbolische Darstellungen der alten 
Segelschiffe und der modernen Dampfer. Die Draperie der Figuren ist in 
geschickter Weise ausgebreitet, um die weiten Nischen zu füllen, ohne der 
Höhe der Gestalten Abbruch zu tun. 
Der Haupteingang in Fenchurch Street ist ein dreiteiliges Portal, durch 
ein ornamentales, schmiedeeisernes Gitter mit repousse-Kupferfeldern ab- 
geschlossen, auf weichen das Wappen der Gesellschaft in reichen Farben 
emailliert ist. Durch das mit einem schmalen Relieffries versehene Portal 
tritt man in die in Marmor gekleidete Vorhalle, einen Raum von edlen 
Proportionen, von welchem eine breite Monumentaltreppe in den ersten 
Stock führt. Urn die ganze obere Stiegenhalle zieht ein F ries mit allerhand 
Schiffahrtsszenen und allegorischen Figuren von J. Lynn Jenkins. Dieser 
Fries, von welchem zwei Abschnitte in einem Artikel über moderne 
englische Bildhauer in „Kunst und Kunsthandwerk" bereits reproduziert 
wurden, ist eine so originelle und beachtenswerte Arbeit, dass man es mir 
wohl gestatten mag, ihn hier eingehend zu behandeln und den Künstler 
selbst sprechen zu lassen. 

	        

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