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Volltext: Monatszeitschrift VII (1904 / Heft 1)

 
j. Dampt, Der Kuss der Grossmutter 
Von der Zeit an, als Dampt diese Arbeiten vollendet hatte, war er im 
Vollbesitze seiner Meisterschaft. Jede seiner weiteren Arbeiten zeigt ein 
Fortschreiten auf dem eingeschlagenen Wege. Von den verschiedensten 
Gesichtspunkten aus betrachtet, zeigt er sich als ein vollendeter Künstler, 
ist er ohne Unterlass auf der Suche nach neuen Mitteln, in allen erfahren 
und geübt, stets individuell, vornehm und anregend. 
Bei der Spaltung, die imjahre 188g zwischen den französischen Künstlern 
eintrat, gehörte Dampt selbstverständlich der Partei der Dissidenten an, die 
in ihrem Ausstellungsprogramm einen Platz für jene Künste verzeichnet 
hatten, die man sonst die „minderen" genannt hatte und die Dampt seit 
langer Zeit gleich den übrigen kultivierte. Von nun an zeigte er also 
nebeneinander Skulpturen, Möbel, Bijoux, wobei er, von jeher als guter 
Handwerksmann bekannt, in den verschiedensten Formen seinen Traum 
der Schönheit zum Ausdruck zu bringen trachtete, so dass er im Sturm 
seinen Platz in der vordersten Reihe der Wiedererwecker der dekorativen 
Kunst einnahm. 
Es folgen weitere Werke der Bildhauerei, deren jedes eine vollständige 
Sensation bedeutete: der „Kuss der Grossmutter" (1893; im Museum des
	        

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