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Volltext: Monatszeitschrift VII (1904 / Heft 3 und 4)

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waren von dem ersten könig- 
lichen Hofkonditor Cortier 
angefertigt." 
Das Konfekt des ersten 
Abends „stellete überhaupt 
die Liebe nebst der Be- 
ständigkeit vor Augen, und 
zielete durchgehends, in 
allen Stücken, auf die gegen- 
wärtige Vermählung Ihrer 
Majestät der neuen Königin 
von Sizilien". In der Mitte 
der Tafel erhob sich ein 
Tempel (aa), die Kuppel 
von blauem, die Säulen von 
gelbem, die Postamente und 
die Zierate auf der Kuppel 
vonrotemlucker. ImTempel 
stand ein Altar (b) mit zwei 
Herzen, neben dem Altar 
die Liebe (c) und die Be- 
ständigkeit (d), die über dem 
Altar die Initialen C und A 
„wie ein Liebesknoten in- 
einander verschlungen" 
hielten. Den Tempel um- 
gaben Galerien von Caramel 
(e e und gg), auf denen 
Blumentöpfe und I3 Amo- „Erde und Wasser", Nymphenburg um x76o (Altenumsmuseum 
retten standen, von denen i" smmia") 
eine jede einen Buchstaben 
der Namen Amalia und Carolus trug. Am Eingang zum Tempel stand der 
Hochzeitsgott (f), zu beiden Seiten desselben lagen auf der Tafel je zwei 
verschlungene Herzen „ordentlich angedeutet durch einen schmalen Streif 
von Glase, mit rothem Confect und dergleichen Candirung belegt, drey Zoll 
breit, und auf kleinen gläsernen Säulen vier Zoll hoch von der Tafel erhoben, 
überhaupt aber mit einem Rande von weissemDragant-Zucker, darin Hertzen, 
Bogen, Pfeil, Köcher und dergleichen Zierrath waren, zu beyden Seiten ein- 
gefasst". Auf beiden Herzenpaaren standen je zehn Amoretten (I bis I0) 
mit Schilden, die einen Spruch (z. B. Donec in cineres) trugen. In den 
durch die Herzen gebildeten Schlingen sah man je eine Pyramide mit einer 
Fama (h und i) und in der Mitte eines jeden Herzens ein Postament (kk und ll) 
mit Krone, Szepter, Pfeil, Köcher und Bogen. An den vier Ecken des Tisches 
" Vgl. Katalog der Omamentsücbsammlung Nr. 216g. 
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